Darum gehts
- Die Handynutzung vor dem Schlaf stört durch blaues Licht und stimulierende Inhalte
- Blaues Licht hemmt Melatonin, Inhalte des Internets halten das Gehirn wach und aktiv
- 30 bis 60 Minuten ohne Handy vor dem Schlaf verbessern die Schlafqualität
Fast jeder von uns hat dasselbe Abendritual – wir liegen im Bett, nehmen das Telefon in die Hand und sagen uns: nur noch zehn Minuten. Doch aus diesen zehn Minuten wird oft eine halbe Stunde, eine Stunde und ehe man sich versieht, ist der Schlaf bereits gestört.
Experten warnen davor, dass die Nutzung des Handys vor dem Schlafengehen eine der schlechtesten Angewohnheiten in Bezug auf die Schlafqualität ist.
Was geschieht im Körper?
Bildschirme emittieren sogenanntes blaues Licht, das die Ausschüttung von Melatonin, dem Hormon, das dem Körper signalisiert, dass es Zeit zum Schlafen ist, direkt beeinflusst. Wenn man nachts sein Handy benutzt, erhält der Körper das falsche Signal: Anstatt sich auf den Schlaf vorzubereiten, denkt dieser, es sei noch Tag.
Das Ergebnis? Schwierigkeiten beim Einschlafen, ein leichter Schlaf von geringerer Qualität und müdes Aufwachen.
Nicht nur das Licht ist das Problem
Abgesehen vom Licht ist auch der Inhalt, den man konsumiert, ein Problem. Soziale Medien, Schlagzeilen und Nachrichten – all das aktiviert das Gehirn genau in dem Moment, in dem es zur Ruhe kommen sollte. Statt Entspannung gerät man in einen Zustand der Stimulation und Wachsamkeit.
Aus diesem Grund haben viele Menschen das Gefühl, müde zu sein, können aber einfach nicht einschlafen.
Wie lassen sich diese Gewohnheiten ändern?
Das Handy muss man nicht gleich aufgeben – kleine Änderungen genügen: Indem man Bildschirme 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen vermeidet oder das Telefon auf den Nachtmodus setzt, leistet man bereits einen grossen Beitrag. Um nicht in Versuchung zu geraten, lässt man das Telefon am besten ausserhalb des Bettes liegen. Eine gute Alternative bieten ein Buch, stille und leise Musik. Mit diesen einfachen Tipps gerät man bereits schneller ins Land der Träume.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.