3 Tipps gegen Energiekiller
Mikrostress – die leise Gefahr für Herz und Kopf

Ständige Erreichbarkeit, Konflikte mit der Familie oder mühsame Mails: Diese scheinbar harmlosen Belastungen können langfristig krank machen. Forscher haben untersucht, wie Mikrostress uns beeinflusst – und wie kleine Veränderungen im Alltag zu mehr Gelassenheit führen.
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Ein weiterer Termin, obwohl die Agenda bereits aus allen Nähten platzt? Da ist Stress vorprogrammiert.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bei Stress schaltet der Körper auf Aktionsbereitschaft: Das Herz schlägt schneller und die Aufmerksamkeit wird geschärft
  • Chronische Anspannung schadet langfristig dem Herz und führt zu Niedergeschlagenheit
  • Soziale Hobbys können helfen, besser mit Mikrostress umzugehen
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Jana GigerRedaktorin Service

Fühlst du dich manchmal auch total erschöpft am Ende des Tages, obwohl gar nichts Besonderes passiert ist? Das liegt wahrscheinlich an Mikrostress, also kleinen Stressmomenten, die sich summieren und dir die Energie rauben. Sei es ein unklar formuliertes Mail, die ständige Erreichbarkeit oder zu wissen, dass man den Eltern einen Besuch versprochen hat, obwohl es zeitlich knapp wird.

Biologisch gesehen ist Stress ein Überlebensmechanismus. Sobald wir uns den Anforderungen nicht gewachsen fühlen – weil uns Zeit oder Wissen fehlt – schaltet der Körper auf Aktionsbereitschaft: Das Herz schlägt schneller und die Aufmerksamkeit wird geschärft. Problematisch wird es, wenn diese Vorgänge andauernd stattfinden.

Erhöhter Blutdruck und Reizbarkeit

Laut der Schweizerischen Herzstiftung schädigt die chronische Anspannung langfristig das Herz. Denn sie erhöht den Blutdruck, lässt das Herz schneller schlagen, kurbelt die Ausschüttung von Insulin an und schwächt das Immunsystem. Auch für den Kopf ist Stress schlecht: Die Konzentration nimmt ab und die Gedanken kreisen zunehmend um einzelne, wiederkehrende Themen. Das führt dazu, dass man reizbarer, ängstlicher und niedergeschlagener wird.

Die US-amerikanischen Forschenden Rob Cross und Karen Dillon haben sich intensiv mit Mikrostress beschäftigt und dazu das Buch «The Microstress Effect: How Little Things Pile Up and Create Big Problems – and What to Do About It» veröffentlicht. In einer Studie mit über 10'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben sie untersucht, wie man besser mit kleinen Belastungen im Alltag umgehen kann. Drei Tipps: 

1

Kleine Dinge verändern

Die Experten empfehlen, in einem ersten Schritt kleine Anpassungen im Alltag vorzunehmen. Also jede Woche einen Stressfaktor auszuwählen, den man angehen möchte. Wenn du am Abend zum Beispiel nicht richtig entspannen kannst, weil noch Whatsapp-Nachrichten von Freunden auf dem Smartphone aufploppen, schalte das Gerät ab 20 Uhr in den «Nicht stören»-Modus – und gib deinem Umfeld kurz Bescheid, dass du abends offline bist.

BEO
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Ein gesünderes Leben beginnt im Kopf. Das belegen diverse Studien. Genau hier setzt der Longevity-Navigator an. Über zehn Wochen hinweg erhältst du wöchentlich Impulse und Hintergründe, wie du mit dem richtigen Mindset dein Wohlbefinden stärkst. Dazu gibt es praktische Alltagstipps, die nachhaltige Veränderungen ermöglichen – unterstützt vom Healthy Longevity Center der Universität Zürich.

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2

Beziehungen klug managen

Für die meisten Studienteilnehmer waren anstrengende Interaktionen mit Familienmitgliedern oder Freunden der grösste Stressfaktor. Hier raten die Forschenden, nicht die Beziehung selbst infrage zu stellen, sondern die Kommunikation und den Umgang mit einer Person. Eine Studienteilnehmerin störte sich an den unplanbaren Wochenendbesuchen bei ihren Eltern. Sie löste das Problem, indem sie die Besuche gegen ein fixes Mittagessen mit ihrer Mutter unter der Woche tauschte.

3

Ein vielseitiges Leben führen

Die glücklichsten Studienteilnehmer waren jene, die neben ihren Job ein aktives Privatleben hatten. Sie engagierten sich ehrenamtlich, waren in Vereinen aktiv oder hatten verschiedene Hobbys. Den Forschern zufolge hilft diese Vielfalt dabei, zu erkennen, dass Kleinigkeiten manchmal wirklich nur Kleinigkeiten sind. Dadurch wird man widerstandsfähiger gegenüber Mikrostress.

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