Jede dritte Person über 40 hat eine Fettleber
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Das sind die Warnsignale:Jede dritte Person über 40 hat eine Fettleber

Fettleber-Mythen entlarvt
Warum Saftkuren der Leber schaden können

Fettleber entsteht nicht nur durch fettiges Essen, sondern auch durch Zucker und raffinierte Kohlenhydrate. Gesunde Fette und cholinhaltige Lebensmittel wie Eier sind entscheidend für eine gesunde Leber.
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Arzt und Ernährungswissenschaftler Predrag Nenadić erklärt, was bei einer Fettleber hilft.
Foto: Youtube

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zucker und raffinierte Kohlenhydrate verursachen oft eine Fettleber
  • Nur ein Drittel des Cholesterins stammt aus der Nahrung
  • Cholinhaltige Lebensmittel wie Eier fördern die Lebergesundheit
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Pauline Bouillon

Wer an eine Fettleber denkt, hat schnell fettiges Essen als Übeltäter im Verdacht. Doch so einfach ist es nicht. Gegenüber Blic stellt der serbische Ernährungsmediziner Predrag Nenadić klar: Vor allem Zucker und raffinierte Kohlenhydrate machen dem Organ zu schaffen. «Die Leber lagert den überschüssigen Zucker in Fettgewebe ein», warnt Nenadić. Konkret: Nimmt der Körper dauerhaft mehr Zucker und Energie auf, als er benötigt, kann ein Teil davon in Fett umgewandelt werden – auch in der Leber kann sich dadurch Fett ansammeln.

Vor allem grosse Mengen an zugesetztem Zucker, Weissmehlprodukten und anderen stark raffinierten Kohlenhydraten können ungünstig sein. Auch bei erhöhten Triglyzeriden sieht der Mediziner einen häufigen Zusammenhang mit der Ernährung. Brot, Gebäck und raffinierte Mehle könnten dazu beitragen, dass die Werte steigen.

Keine Angst vor Eiern!

Auch beim Cholesterin warnt Nenadić vor einer zu einfachen Betrachtung. Der Körper benötigt Cholesterin unter anderem für Zellmembranen und die Bildung bestimmter Hormone. Zudem wird ein grosser Teil des Cholesterins vom Körper selbst hergestellt.

«Wenn wir sagen: Ich esse kein Ei, dann bekomme ich zu viel Cholesterin, ist das völliger Unsinn. Nur etwa ein Drittel der Nahrung beeinflusst den Cholesterinspiegel, alles andere wird von der Leber selbst produziert», erklärt Nenadić. Ganz bedeutungslos ist die Ernährung für den Cholesterinspiegel allerdings nicht. Fachgesellschaften empfehlen insbesondere, gesättigte Fette durch ungesättigte zu ersetzen und insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Eine wichtige Rolle spielt laut dem Arzt auch Cholin. Der Nährstoff kommt beispielsweise in Eiern und Fleisch vor und ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Saftkuren reinigen die Leber nicht

Der nächste Mythos: Säfte entgiften die Leber. Im Gegenteil: Fruchtsäfte enthalten von Natur aus relativ viel Zucker – darunter Fructose. Wer regelmässig grosse Mengen davon trinkt, nimmt deshalb schnell viel Zucker und zusätzliche Kalorien auf. Ganze Früchte sind im Alltag die bessere Wahl.

«Selbst mit Randen-, Rüebli- und Apfelsaft lässt sich die Leber nicht reinigen. Am besten eignet sich naturbelassener Saft», so Nenadić.

Was der Leber guttut

Statt auf vermeintliche Detox-Kuren zu setzen, empfiehlt der Arzt einen möglichst ausgewogenen Lebensstil. Dazu gehören ausreichend Flüssigkeit und eine ballaststoffreiche Ernährung.

Auch Lebensmittel mit ungesättigten Fettsäuren wie Olivenöl, Lachs und Makrele können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Bei erhöhten Triglyzeriden rät der Mediziner deshalb: Weg mit zugesetztem Zucker und Weissmehl!

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier. 

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