Symptome richtig erkennen
Daran erkennst du eine kranke Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse spielt für den gesamten Körper eine wichtige Rolle. Neben dem Hormon Insulin trägt sie auch zur Verdauung bei. Treten bestimmte Symptome auf, können unterschiedliche Krankheiten dahinterstecken.
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Die Bauchspeicheldrüse übernimmt wichtige Funktionen und hat einen Einfluss auf den gesamten Körper. (Symbolbild)
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Bauchspeicheldrüse steuert Verdauung und Blutzucker durch Enzyme und Insulin
  • Häufige Erkrankungen: Pankreatitis, Diabetes und Bauchspeicheldrüsenkrebs mit später Diagnose
  • Symptome: Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Verdauungsprobleme, Gelbsucht, Diabetes, Müdigkeit
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Wiebke Köhne

Die Bauchspeicheldrüse übernimmt in unserem Körper viele wichtige Funktionen. Sie befindet sich grossteils auf der rechten Seite der Bauchhöhle, wo der Magen in den ersten Abschnitt des Dünndarms mündet. Ein schmaler Teil der Bauchspeicheldrüse erstreckt sich bis zur linken Seite der Bauchhöhle neben der Milz. 

Bei steigendem Blutzuckerspiegel gibt die Bauchspeicheldrüse Insulin und andere Hormone ins Blut ab. Insulin wird vom Körper gebraucht, um die Energie aus dem Zucker in den Muskeln und im Gewebe zu nutzen. 

Im Zusammenhang mit der Bauchspeicheldrüse können unterschiedliche Krankheiten auftreten. Je nachdem, welche Funktion des Organs dadurch gestört wird, treten spezifische Symptome auf.

Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Eine Pankreatitis kann entstehen, wenn sich die von der Bauchspeicheldrüse produzierten Enzyme ansammeln und das Organ selbst angreifen. Dahinter können zum Beispiel Gallensteine oder Tumore stecken, die den Hauptgallengang verstopfen. Eine entzündete Bauchspeicheldrüse kann aber auch als Folge von bestimmten Erkrankungen oder aufgrund des Konsums von Alkohol, Steroiden oder Drogen auftreten.

Anzeichen einer plötzlich auftretenden Entzündung: 

  • Plötzliche Schmerzen im oberen Mittelbauch.
  • Die Schmerzen können stark werden und in den Rücken ausstrahlen.
  • Nach vorne Beugen kann die Schmerzen lindern, während Liegen und Gehen diese verschlimmern.

Wenn eine akute Entzündung wiederholt auftritt und zu dauerhaften Schäden am Organ führt, kann sich daraus eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickeln. Auch hier ist das Hauptsymptom der Schmerz im Bauch. 

Mit der Zeit können weitere Symptome hinzukommen: 

  • Rückenschmerzen,
  • Appetitverlust und ungewollter Gewichtsverlust,
  • Verdauungsstörungen und Schmerzen nach dem Essen,
  • Durchfall,
  • Schwindel (aufgrund von niedrigem Blutdruck),
  • Diabetes,
  • Leichte Gelbsucht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht, wenn Zellen in der Bauchspeicheldrüse mutieren und sich unkontrolliert vermehren – dabei bildet sich ein Tumor. Tumore werden in der Bauchspeicheldrüse oftmals erst dann erkannt, wenn sie sich bereits ausgebreitet haben (Metastasierung).

Symptome treten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs im Normalfall leider erst auf, wenn auch andere Organe und das Verdauungssystem durch die Krankheit beeinträchtigt werden. Daher wird der Krebs oftmals erst spät entdeckt. 

Dazu gehören unter anderem:  

  • Gelbsucht,
  • Dunkler Urin,
  • Leichter Stuhl,
  • Schmerzen im Oberbauch,
  • Schmerzen in der Mitte des Rückens,
  • Müdigkeit,
  • Juckende Haut,
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Blähungen und Völlegefühl,
  • Appetitlosigkeit,
  • Blutgerinnsel,
  • Gewichtsverlust.

Exokrine Pankreasinsuffizienz

Eine exokrine Pankreasinsuffizienz liegt vor, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Stoffe produziert, die bei der Aufspaltung der Nahrung helfen. Fehlt es an Lipase, dem Enzym für die Fettspaltung, haben Betroffene Schwierigkeiten damit, Fette aus der Nahrung aufzunehmen. 

Das zeigt sich an Symptomen, die mit der Verdauung zusammenhängen: 

  • Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl,
  • Durchfall,
  • Fettstühle,
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust.

Diabetes

Auch Diabetes hängt mit der Bauchspeicheldrüse zusammen. Bei Typ-1-Diabetes liegt eine Autoimmunerkrankung vor, bei der das Immunsystem die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Infolgedessen kann diese kein Insulin mehr produzieren. Die genauen Ursachen der Krankheit sind noch nicht bekannt, jedoch wird sie sowohl auf genetische als auch auf Umweltfaktoren zurückgeführt. Symptome treten bei Typ-1-Diabetes meist innerhalb weniger Tage oder Wochen auf. 

Zu den Anzeichen gehören unter anderem: 

  • Verstärkter Hunger und Durst,
  • Häufiges Wasserlassen,
  • Verschwommenes Sehen,
  • Müdigkeit und Schwäche,
  • Gewichtsverlust ohne erkennbaren Auslöser.

Bei Typ-2-Diabetes können die Muskel-, Fett- und Leberzellen Zucker nicht mehr richtig verarbeiten. Das kann zum einen daran liegen, dass die Zellen das von der Bauchspeicheldrüse hergestellte Insulin nicht mehr richtig nutzen können. Zum anderen kann es jedoch auch vorkommen, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produziert. Im Gegensatz zu Typ-1-Diabetes entwickelt sich Typ-2-Diabetes langsam und auch die Symptome treten häufig erst spät auf. 

Dieser Artikel erschien zuerst auf medonet.pl. Das polnische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier. 

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