Darum gehts
- Wladimir Putin investiert 20 Milliarden Franken in Gentherapie zur Lebensverlängerung
- Russische Wissenschaftler planen Züchtung von Minischweinen für Organtransplantationen
- 2030 sollen Technologien gegen Zellalterung marktreif sein
Wladimir Putin (73) sorgt aktuell mit einem verrückten Plan für Aufsehen. Um sich seinen Traum vom ewigen Leben zu erfüllen, investierte er Staatsgelder von umgerechnet 20 Milliarden Franken in die Langlebigkeitsforschung. Dabei setzt der Kreml-Chef auf eine Gentherapie, die Zellalterung stoppen soll. Zudem kündigten russische Wissenschaftler an, Minischweine für Organtransplantationen zu züchten. Bereits im Jahr 2030 soll die Technologie ausgereift sein.
Aber nicht nur Putin will unsterblich werden: Viele Superreiche suchen aktuell nach Möglichkeiten, ihr Leben zu verlängern. Der Trend nennt sich Longevity und zielt neben einem längeren Leben vor allem darauf ab, altersbedingten Krankheiten zu entgehen. Dabei unterziehen sie sich entweder selbst bizarren Methoden oder investieren Unsummen in die Forschung.
Bluttransfusion für die ganze Familie
Tech-Milliardär Bryan Johnson (48) ist der bekannteste Mann der Longevity-Szene. Bereits seine normale Tagesroutine beinhaltet 60 Vitaminpillen, einen strengen Ernährungsplan und ein zweistündiges Work-out. Im Jahr 2023 ging er noch weiter: Um frisch zu bleiben, liess er sich Blutplasma von seinem damals 17-jährigen Sohn spritzen. Wie «Fortune» berichtete, spendete er selbst auch Blut. Dieses ging wiederum an seinen 70-jährigen Vater. Es blieb jedoch bei der einen Transfusion. Laut Johnson liessen sich nach dem Versuch keine Vorteile messen.
Bezos will Zellen programmieren
Für umgerechnet 2,35 Milliarden Franken wurde 2022 das Biotech-Unternehmen Altos Labs gegründet. Laut «The Times UK» gehört auch Jeff Bezos (62) zu den Investoren. Die Wissenschaftler von Altos Labs versuchen, mithilfe von KI eine Möglichkeit zu finden, Alterungsprozesse durch eine Umprogrammierung von Zellen zu verlangsamen oder gar umzukehren. Ganze 50 Jahre sollen so gewonnen werden.
Konservierung nach dem Tod
Auch Peter Thiel (58) glaubt an die Unsterblichkeit. Dass die Wissenschaft bereits zu seinen Lebzeiten eine Lösung findet, scheint er zu bezweifeln. Wie er jedoch 2023 in einem Podcast sagte, möchte er zumindest versuchen, dieses Problem zu umgehen. Nach seinem Tod soll sein Körper konserviert und eingefroren werden — sobald die Zeit reif ist, kann er dann wieder zum Leben erweckt werden. Ein teurer Spass: Die Kosten für eine Ganzkörperkonservierung belaufen sich auf etwa 200'000 Franken.
Länger leben durch Stammzellentechnologie
OpenAI-Mitgründer Sam Altman (41) ist ein Riesen-Fan des Longevity-Trends. Wie der «Observer» 2025 berichtete, investierte er bereits Millionen in das Start-up Retro Biosciences. Das im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Unternehmen sucht nach einer Lösung, um personalisierte Blutstammzellen für Patienten herzustellen und so ein gesundes Blutsystem bis ins hohe Alter zu erhalten. Laut den Forschern soll die Lebenserwartung dadurch um ganze zehn Jahre verlängert werden.
Longevity bei Hunden
Ein US-Unternehmen in San Francisco entwickelt derzeit ein Medikament, das Hunden zu einem längeren Leben verhelfen soll. Wie das «Wall Street Journal» 2023 berichtete, soll es aber nicht dabei bleiben. Der Longevity-Markt für Haustiere hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Der Grund dafür: Menschen weisen wesentlich grössere genetische Ähnlichkeiten zu Hunden auf als zu anderen Forschungstieren wie beispielsweise Mäusen. Die Erkenntnisse aus der Tiermedizin könnten deshalb schon bald uns Menschen helfen.