Zölle und Konsumrückgang
US-Weinimport auf Talfahrt

Lange waren die USA ein begehrter Exportmarkt für weinproduzierende Länder. Tempi passati: Einfuhrzölle und Konsumrückgang vermiesen das Geschäft. Besonders der wertmässige Umsatzrückgang trifft manche Länder hart.
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Kein anderes Land importiert mehr Wein als die USA. Die Einfuhrzölle von US-Präsident Donald Trump sorgen jedoch für einen Rückgang.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trumps Zölle beeinflussen den Weinimport massiv
  • Der durchschnittliche Importpreis pro Liter sinkt um rund 10 Prozent
  • Das spüren besonders Italien und Frankreich
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Ursula GeigerRedaktorin Wein

Weil etwas nicht nach seinem Gusto lief, wollte Donald Trump kürzlich Champagner wieder mit einem «Tariff» von 100 Prozent belegen. Dieses Druckmittel ringt der Weinnation nur noch ein müdes Lächeln ab.

Die Einfuhrzölle auf Wein und Spirituosen aus der EU sind auf 15 Prozent gefixt. Das Abkommen gilt bis 31. Dezember 2029, dann endet die zweite Amtszeit von Donald Trump. Exportorientierte Weinnationen haben an Trumps Zollregime zu nagen. Wie stark, zeigen aktuelle Zahlen.

763,8 Millionen Franken weniger

Die spanische Branchenorganisation für Wein (Oive) nahm die Zahlen der US-Zollbehörde für das erste Halbjahr 2026 unter die Lupe. Sowohl die Menge als auch der Wert der Weinimporte gingen demnach stark zurück.

Die Vereinigten Staaten importierten 536,8 Millionen Liter Wein im Wert von 2,27 Milliarden Franken. Die Einfuhrmenge ging im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 16,8 Prozent zurück. Der Wert der importierten Weine fiel um 25,2 Prozent, was 763,8 Millionen Franken entspricht. Damit sank der durchschnittliche Importpreis um 10,1 Prozent auf 4,23 Franken pro Liter Wein.

Heftige Einbussen auch für Italien und Frankreich

Die grössten wertmässigen Rückgänge erlitten mit je 40 Prozent Australien, Chile und Südafrika. Die wichtigsten Importländer des US-Marktes sind Italien und Frankreich. Nach wie vor stellen sie wertmässig 70 Prozent des Importkuchens. Ihre mengenmässigen Rückgänge halten sich in Grenzen: Italien exportierte 9,8 Prozent weniger in die USA und Frankreich 5,3 Prozent. Doch wertmässig erlitten beide Länder heftige Einbussen.

Frankreich lieferte Wein im Wert von 895 Millionen Franken in die Staaten, was einem Minus von 25 Prozent entspricht. Bei den italienischen Produzenten liegt der Wert bei 740,5 Millionen Franken, was ebenfalls einem Rückgang von einem Viertel gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Glimpflicher davongekommen sind Österreich mit sieben Prozent Umsatzrückgang und Deutschland mit 14 Prozent.

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