Süss oder salzig – er ist schlicht unwiderstehlich!
Kein Fest ohne Gâteau du Vully

Im Vully heisst er einfach «le gâteau» (der Kuchen), ohne nähere Erklärung, denn hier weiss jedes Kind, was für eine Köstlichkeit damit gemeint ist. Den Vully-Kuchen, den Stolz seiner Heimat, gibt es im Doppelpack: einmal süss, einmal salzig.
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Knusprig, cremig, würzig, schmelzend… Der salzige Gâteau du Vully, zusammen mit einem Glas Weisswein aus derselben Region genossen, ist ein guter Grund, um in den Vully zurückzukehren.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Der Gâteau du Vully ist die kulinarische Spezialität schlechthin in der Region Vully
  • Es gibt den traditionellen, flachen Hefekuchen in einer süssen und einer salzigen Version
  • Die salzige Version schreit buchstäblich nach einer Begleitung durch die filigranen (Weiss-)Weine aus dem Vully
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Eva ZwahlenRedaktorin Wein

Sie haben ihn noch nie probiert, den Gâteau du Vully? Dann wird es aber höchste Zeit. Zu finden ist er in fast jeder Bäckerei im Vully, zwischen Murten- und Neuenburgersee, und auf den Märkten des Seelandes. Sie können sich natürlich auch die Kochschürze umbinden und selber Ihren eigenen Vully-Kuchen backen.

Längst gehört er zum kulinarischen Erbe der Schweiz, und im Vully gibt es kein Fest, kein grösseres Zusammentreffen und schon gar keine gepflegte Weindegustation, ohne dass der flache Hefekuchen seinen Auftritt hat.

Traditionell, aber mit individueller Handschrift

Mit den Backanleitungen ist das allerdings so eine Sache. Jede Familie hat ihr eigenes, gut gehütetes Rezept, meistens von der Grossmutter überliefert. Ursprünglich war der Gâteau du Vully eine süsse Spezialität, der von Frauenvereinen gefördert und in den gemeinschaftlichen Dorfbacköfen produziert wurde. Die Zubereitung eines Vully-Kuchens ist anspruchsvoll und erfordert präzises Arbeiten – gut, wenn man sich nicht allein ans Werk machen muss.

Nur schon über die Wahl der Zutaten könnte man angeregt diskutieren. Hefe und (Weiss- oder Zopf-)Mehl sind gesetzt, Milch, Salz und Eier ebenfalls. Aber wie viele Eier? Butter, ja, aber auch Schmalz? Oder doch nur Butter? Mit Vorteig oder ohne? Für die süsse Version verwendet man Zucker, manchmal auch Zimt, hin und wieder sogar Mandeln. Beim Guss wird nicht diskutiert: Eigelb und Rahm! Genauer: üppig-cremiger Doppelrahm, das versteht sich von selbst, schliesslich ist das Greyerzerland nicht weit.

Pikante Variante

Die salzige Variante des traditionsreichen Kuchens – die uns Weinliebhabern naturgemäss besonders interessiert und die mindestens seit den 1930er-Jahren nachgewiesen ist – gibt es nature, mit Speckwürfelchen oder, nach Belieben, mit Kümmel bestreut. Wer im Vully ein Carnotzet betritt, schaut sich meist unauffällig, aber begierig um. Ob es wohl einen Gâteau du Vully zur Verkostung gibt? Oder nur die gängigen Flûtes…?

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Der perfekte Begleiter zu Vully-Weinen

Keine Frage: Ein salziger Vully-Kuchen schreit buchstäblich nach der Begleitung durch die filigranen, herrlich frischen Weissweine aus dem Vully. Gekeltert werden sie von innovativen, sehr qualitätsbewussten Winzern aus Chasselas, Traminer, Freiburger alias Freisamer (einer Kreuzung aus Silvaner und Grauburgunder), Chardonnay, Pinot gris oder anderen Sortenspezialitäten.

Natürlich haben die Vully-Winzer auch spannende Rosé- und Rotweine zu bieten, gewachsen in der einzigen interkantonalen Weinappellation der Schweiz: Zwei Drittel der rund 150 Hektar Reben liegen im Kanton Freiburg, ein Drittel gehört zur Waadt. Den Gâteau du Vully jedoch verehren und lieben sie auf beiden Seiten der Kantonsgrenze gleichermassen!

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