Le Train Bleu
Schöner trinken in Paris

Seit 125 Jahren kehrt die Welt im schönsten Babü ein, im Bahnhofbuffet des Gare de Lyon in Paris. Hier serviert Michel Rostang exquisite französische Küche und Weine. Wer in den Fin-de-siècle-Hallen Platz nimmt, läuft Gefahr, vor lauter Wohlsein den Zug zu verpassen.
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Le Train Bleu in Paris: Seit 125 Jahren ein erstklassiges Bahnhofbuffet.
Foto: Stefan Keller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Le Train Bleu im Pariser Gare de Lyon ist seit 125 Jahren eine erstklassige Adresse
  • Im Gourmettempel speisten schon prominente Gäste aus Film und Kunst
  • Prägend sind die monumentalen Wand- und Deckengemälde
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Stefan KellerRedaktor Wein

Der Ursprung dieser Pariser Institution geht auf die Weltausstellung von 1900 zurück. Sie weckte bei den Verantwortlichen der Eisenbahngesellschaft Paris-Lyon-Méditerrannée PLM den Wunsch, einen Ort unvergesslicher Feinschmeckerei in luxuriösem, modernem und mystischem Rahmen zu schaffen.

Damit beauftragten sie den Architekten Marius Tudoire, und bereits ein Jahr später fand die Einweihung statt. 1963 wurde das Buffet de la Gare de Lyon in Le Train Bleu umbenannt, dies in Anlehnung an die azurblaue Farbe des Eisenbahnzugs auf der Linie von Calais über Paris ans Mittelmeer.

Illustre Stammgäste

Die riesigen Speisesäle sind bis heute in ihrer Originalausstattung erhalten: polierte Fussböden, Holzverkleidungen, Lederbänke, üppige, vergoldete Stuckaturen und Skulpturen. Prägend sind die monumentalen Wand- und Deckengemälde, in 41 Szenen bilden sie Sehenswürdigkeiten und Landschaften aus Frankreich ab, viele liegen an den Zielorten der Eisenbahnlinie.

Dafür waren 30 Maler am Werk, eine Elite ihrer Zeit. Der Gourmettempel fand rasch Zuspruch, zu den Stammgästen zählten etwa Coco Chanel, Brigitte Bardot und Salvador Dalí.

Schnörkellose Küche und superbe Weinauswahl

Seit 2018 sind Michel Rostang und sein Team für Küche und Keller verantwortlich. Rostang erkochte im gleichnamigen Pariser Restaurant über Jahrzehnte zwei Michelin-Sterne.

Im Restaurant wie im Bistro des Le Train Bleu – beides befindet sich im 1. Stock der Halle 1 des Bahnhofs und ist über denselben Eingang erreichbar – serviert Michel Rostang klassische, schnörkellose französische Küche und greift auch bezüglich Weinauswahl auf das französische Erbe zurück.

Gutes Mass, faire Preise

Die Auswahl an Flaschenweinen, die auch glasweise erhältlich sind, ist bemerkenswert, die Preise der Qualität des Lokals angemessen und nicht überrissen.

Wie üblicherweise in Frankreich ist die Füllmenge im Offenausschank 15 cl, das ist beim Service einer dem Wein angemessenen Kelchgrösse passender als die in der Schweiz übliche Menge von 10 cl.

Im Le Train Bleu wird parallel dazu auch die 20-cl-Variante angeboten: 16 Euro für den Weisswein Entre-deux-Mers Rives 2025 von Château Roquefort oder 18 Euro für den Rotwein Saumur Champigny 2024 der Domaine des Roches Neuves sind freundliche Angebote an einem spektakulären Ort im Zentrum von Paris.

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