Darum gehts
- Manche Weine haben mehr florale Aromen im Bouquet als andere
- Blütenaromen sind subtiler als Noten von Früchten
- Es braucht ein feines Näschen, um sie zu erschnuppern
Rosenmuskateller
Nomen est omen: Rosenmuskateller oder Moscato Rosa ist eine seltene Rotweintraube mit zarten Farbpigmenten, die hauptsächlich in Südtirol und im Trentin angebaut wird. Werden die Weine restsüss ausgebaut, verstärkt das den Rosenduft.
Chasselas
Junger Chasselas kann betörend nach weissen Blüten duften. Wer genauer schnuppert, kann Lindenblüten ausmachen. Gemeinsam mit den Noten von Birne, Wiesenkräutern und etwas Zitrus ist das ein frisches Frühlingsvergnügen.
Viognier
Die einen schmecken in Viognier Rosenknospen, andere erkennen ganz klar Maiglöckchen. Beide haben recht. Je gehaltvoller der Weisswein – an der nördlichen Rhone werden in Condrieu sehr stoffige Exemplare gekeltert –, desto mehr Maiglöckchenduft im Glas.
Sauvignon blanc
Sauvignon blanc ist ein wahres Aromawunder. Wie der Klassiker duftet, hängt von der Arbeit der Önologen ab. Wer auf Blüten setzt, zaubert den Duft von Holunderblüten ins Glas. Etwas herber wird es, wenn blühender Buchs eine Rolle spielt, denn dessen Duft erinnert ein wenig an Katzenpisse.
Chianti und Vino Nobile di Montepulciano
Veilchen ist ein Blütenduft, der oft in Rotweinen aus der Toskana vorkommt. Das liegt an der uralten roten Traube Mammolo, die in den Cuvées für Chianti und Vino Nobile di Montepulciano erlaubt ist. Der Sortenname leitet sich von Viola Mammola ab, der italienischen Bezeichnung für Duftveilchen.
Furmint
Die ungarische Weissweinsorte duftet – sofern der Wein trocken ausgebaut wird – oft nach Butterblumen. Gelbe Blüten kommen in der Weinaromatik eher selten zum Zug. Butterblumen riechen wenig intensiv, wenn man sie pflückt. Es ist die schiere Menge auf der Wiese, die für diesen unvergleichlichen Duft sorgt.