Darum gehts
- Weiss statt rot: Südtirol profiliert sich mit Weisswein
- Damit sind die Hersteller im globalen Weinmarkt im Vorteil
- Genossenschaften produzieren Preiswertes
Die Südtiroler nehmen für sich in Anspruch, alles in allem die besten Weissweine Italiens zu keltern. Wie kommt das bloss? Nun, vieles, was in den 1980er-Jahren seinen Anfang nahm, hat sich seit der Jahrtausendwende beschleunigt und aus dem Rotwein- ist ein Weissweinland geworden.
Heute dominiert nicht mehr die rote Sorte Vernatsch. Am häufigsten angebaut werden Pinot grigio und Chardonnay, und Gewürztraminer und Weissburgunder sind den beiden auf den Fersen. Zwei Drittel der Produktion von 40 Millionen Flaschen entfallen mittlerweile auf Weisswein.
Das Land der Genossenschaften
70 Prozent der Produktion werden von Genossenschaften produziert, sie zählen zu den Tüchtigsten im Land und verstehen es auch dank technischem und önologischem Know-how, aus weltweit beliebten Traubensorten glockenklare Weine mit einem formidablen Preis-Wert-Verhältnis zu keltern.
Und sie sind auch ehrgeizig genug, um qualitativ auszureizen, was möglich ist. Dies alles findet auch in der Nachbarschaft Anklang: Rund 10 Millionen Flaschen Südtiroler Weissweine werden in Italien getrunken, doppelt so viel wie auf dem Heimmarkt.
Für die Zukunft gerüstet
Mit dem vollzogenen Strukturwandel sind die Südtiroler gut aufgestellt, ist Weisswein doch weltweit im Aufschwung. Hier hat der Weinbau die Möglichkeit, in die Höhe auszuweichen, wenn es immer wärmer wird. Mehrere Betriebe produzieren bereits ansehnliche Mengen auf 1000 Meter über Meer, und Gipfelstürmer sehen dabei noch keine Grenzen.
Neuer Film zum Südtiroler Wein
Die Geschichte eines Aufbruchs heisst ein 50-minütiger Dokumentarfilm, der eben veröffentlicht wurde, er ist in der Mediathek von Rai Südtirol einsehbar. Persönlichkeiten, die für den Wandel in den vergangenen Jahrzehnten mitverantwortlich waren, kommen zu Wort. Der informative und stimmungsvolle Film macht deutlich, wo Südtirol heute steht.