Darum gehts
- Bereits ein Fünftel aller Schweizer Rebberge werden biologisch bewirtschaftet
- Biovino zeichnet jährlich besonders gelungene Schweizer Bio-Weine aus
- Der Walliser Betrieb Daniel Magliocco & Fils ist das Weingut des Jahres 2026
2016 lancierte Bio Vaud, ein Zusammenschluss von heute 480 Winzerinnen und Winzern im Kanton Waadt, den Wettbewerb Biovino. Er findet jährlich statt und wird von General Wine Services organisiert, einem Unternehmen, das unter anderem auch die internationale Prämierung Mondial du Chasselas durchführt.
Diesen Donnerstag wurden in Bern die Preisträgerinnen und Preisträger 2026 präsentiert. Als Weingut des Jahres zeichnete die Jury den Walliser Betrieb von Daniel Magliocco & Fils aus, er wird heute von Mikaël Magliocco geleitet.
Starke Gesamtleistung
Keller und Rebberge befinden sich in St-Pierre-de-Clages. Die Familie kultiviert insgesamt acht Hektaren, diese verteilen sich auf 32 Parzellen. Im Anbau stehen 18 verschiedene Sorten. Ihrem Humagne rouge Jahrgang 2024 vergab die Jury 92/100 Punkten, die höchste Bewertung aller 309 eingereichten Weine.
Mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden auch Maglioccos Païen 2025, Syrah 2023 sowie die Cuvée Nuance 2024, eine Cuvée aus Petite Arvine und Savagnin. Silber erhielt der Fendant 2025.
Biowein boomt
Die Entwicklung der Bio-Rebbaufläche in der Schweiz ist bemerkenswert. Vor zehn Jahren wurden 626 Hektaren nach entsprechenden Vorgaben kultiviert, heute sind es fast 3000 Hektaren, dies entspricht rund einem Fünftel aller Schweizer Weinberge.
Gemessen an der kantonalen Produktion findet man den grössten Anteil in Neuenburg, hier werden bereits 67 Prozent aller Flächen biologisch bewirtschaftet. Im Wallis, dem grössten Weinbaukanton, sind es 14 Prozent.
Das Schlusslicht bildet das Tessin mit 11 Prozent. Die hier herrschenden klimatischen Bedingungen und die wenig robuste Merlot-Traube stellen die Winzerinnen und Winzer in der Südschweiz vor besondere Herausforderungen.