Auf Muschelkalk grossgeworden
Chablis, mon amour

Wer keinen üppigen, holzbetonten Chardonnay mag, wird die Weissweine aus Chablis lieben. Denn hier zeigt die international verbreitete Sorte, wozu sie auf einem grossartigen Terroir fähig ist.
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Auf den Hügeln rund um das Städtchen Chablis gedeiht der weltberühmte Wein gleichen Namens.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chablis mit seinen rund 4900 Hektar Reben ist eine der nördlichsten Weinregionen Frankreichs
  • Chablis wird ausschliesslich aus Chardonnay gekeltert
  • Chablis besticht durch Mineralität und Frische
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Eva ZwahlenRedaktorin Wein

Wer zum ersten Mal nach Chablis kommt, in dieses verschlafene Burgunder Provinzstädtchen am Flüsschen Serein, verfällt rasch dem Charme dieses so unverkennbar französischen Ortes, in dem sich fast alles um Wein dreht. Einen Wein notabene, der den Namen seiner Herkunft in die weite Welt hinausgetragen hat.

Die Weinregion Chablis mit ihren rund 4900 Hektar Reben liegt im Norden des Burgunds, im Departement Yonne. Nur die französischen Appellationen Champagne und Elsass befinden sich noch weiter nördlich als Chablis. Die nördliche Lage muss allerdings kein Nachteil sein, in Zeiten des Klimawandels schon gar nicht. Aber bereits früher war Chablis berühmt für seine knochentrockenen, ausschliesslich aus der edlen Rebsorte Chardonnay gekelterten Weissweine.

Das Geheimnis der Chablis-Weine

Der Chablis gedeiht auf den stolzen Hügeln, die sich rund um das gleichnamige Städtchen erheben. Was die hier gewachsenen Weine unverwechselbar macht, ist der Boden, ein spezieller Muschelkalk aus der Zeit des Kimmeridgiums (vor ca. 150 Mio. Jahren), durchsetzt von unzähligen fossilen Muschelschalen. Dieser Kimmeridge-Kalk verleiht den Weinen einen ausnehmend mineralischen, an Feuerstein erinnernden Charakter. Natürlich prägen auch in Chablis die Winzer ihre Produkte mit ihrer persönlichen Handschrift, doch Hauptakteur ist und bleibt hier immer das Terroir.

Unterteilt werden die Chablis-Weine in vier Qualitätsstufen. Auf den Hängen direkt um das Städtchen herum liegen die sieben Grands Crus; hier wachsen gut strukturierte, kraftvolle Weine, die man am besten erst nach sieben, acht Jahren der sorgfältigen Reife entkorkt und die entsprechend ihren Preis haben. Bereits nach zwei, drei Jahren im Keller entfalten dagegen die Chablis Premiers Crus ihr Potenzial und präsentieren sich tiefgründig und dicht. Es gibt vierzig offiziell als Premiers Crus anerkannte Einzellagen.

Ziseliert und voller Finesse

Das Gros der Produktion entfällt auf Chablis und Petit Chablis, die man schon in ihrer Jugend geniessen kann. Sie bestechen durch eine herrliche Frische, ihre feine, ziselierte, fadengerade Säure und ihre elegante Finesse.

Wozu man Chablis geniesst? Seine Mineralität und seine knackige Säure machen ihn zum idealen Begleiter von Krustentieren und Muscheln, er passt aber auch bestens zu Fisch, Sushi und Sashimi, zu Geflügelgerichten, Gemüse oder sommerlichen Salatkreationen. Chablis ist ein grosser Klassiker – und bleibt einer der interessantesten Weissweine der Welt!

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