«Für mich erledigt als Basler»
Neues Läckerli-Logo sorgt bei den Lesern für Zündstoff

Das neue Logo des Läckerli Huus spaltet die Gemüter. Besonders der gestrichene Baslerstab sorgt für Diskussionen – einige Leser vermissen das vertraute Symbol, andere begrüssen den moderneren Auftritt.
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Miriam Baumann-Blocher, Besitzerin und Geschäftsführerin vom Läckerli Huus, gibt ihrer Firma ein neues Logo. (Archivfoto)
Foto: Keystone

Das traditionsreiche Läckerli Huus aus Frenkendorf BL überarbeitet seinen Markenauftritt. Das Logo wird moderner und luftiger, der bisherige Baslerstab fällt weg. Gleichzeitig wird aus «Basler Original» neu «Das Basler Original». Mit dem sanften Redesign will das Unternehmen seinen Auftritt klarer und besser lesbar machen und auch jüngere Kundinnen und Kunden ansprechen.

Das neue Erscheinungsbild soll schrittweise auf den Verpackungen, in den Filialen und in der Kommunikation Einzug halten. Doch insbesondere der Verzicht auf den Baslerstab sorgt für Diskussionen. Nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch in unserer Leserschaft gehen die Meinungen zum neuen Auftritt auseinander.

Zwischen Nostalgie und neuem Look

Eine Leserumfrage mit mehr als 7400 abgegebenen Stimmen zeigt ein knappes Bild: 51 Prozent begrüssen das neue Läckerli-Huus-Logo, während 49 Prozent die bisherige Version bevorzugen. Zustimmung und Ablehnung zum Redesign halten sich damit praktisch die Waage.

Auch in den Kommentaren zeigt sich ein breites Meinungsspektrum. Für manche ist die Veränderung schlicht unnötig. «Mir hat die alte Beschriftung besser gefallen. Schade!», schreibt etwa Bruno Hafner. Martin Lutz sieht es ähnlich: «Etwas Bewährtes sollte man nicht ändern. Kostet nur unnötig viel Geld!»

Besonders der Wegfall des Baslerstabs stösst bei einigen Lesern auf Unmut. Für viele ist das Symbol untrennbar mit der Stadt und der Marke verbunden. «Frage mich, was das soll. Wenn man eine junge Zielgruppe erreichen will, stört der Baslerstab plötzlich? Für mich erledigt als Basler. Kommt mir nicht mit dem Produkt, das drin ist – der Baslerstab war immer das Logo unserer Stadt», schreibt etwa Christian Bender. Auch Gabriela Korner vermisst das vertraute Element: «Der Stab fehlt, das ist sonnenklar.»

«Ein absolut legitimes Vorgehen»

Doch längst nicht alle trauern dem Baslerstab nach. Gottfried Meier etwa plädiert für mehr Gelassenheit: «Worüber man sich alles aufregen kann! Wer die Läckerli kennt und liebt, den werden diese Änderungen keineswegs stören, und er wird weiterhin Läckerli kaufen und geniessen!»

Auch Priska Zwicker steht dem neuen Auftritt positiv gegenüber. Sie kann dem Redesign durchaus etwas abgewinnen: «Ich habe die Basler Läckerli sehr gerne und finde das Logo besser lesbar und auch etwas moderner.»

Für Marc Schmid ist ebenfalls klar: «Ein Unternehmen ändert sein Logo, um sich an neue Markttrends anzupassen und den Auftritt moderner und lesbarer zu machen.» Gerade auf kleinen Smartphone-Bildschirmen und in den sozialen Medien seien vereinfachte Logos oft besser erkennbar. «Ein veralteter Look aus vergangenen Jahrzehnten wirkt schnell angestaubt», schreibt er. Für ihn ist die Überarbeitung deshalb «ein absolut legitimes Vorgehen».

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