Redesign sorgt für Aufregung
Blocher-Tochter macht Basler mit neuem Läckerli-Logo hässig

Das Läckerli Huus aus Frenkendorf BL ändert sein Logo – und verzichtet auf den Baslerstab. Chefin Miriam Baumann-Blocher will mit dem neuen Look eine junge Zielgruppe ansprechen. Doch längst nicht alle Kunden sind begeistert. Die Besitzerin nimmt die Kritik gelassen.
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Miriam Baumann-Blocher, Besitzerin und Geschäftsführerin vom Läckerli Huus, gibt ihrer Firma ein neues Logo. (Archivfoto)
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Läckerli Huus entfernt Baslerstab aus Logo, provoziert Kritik in sozialen Medien
  • Baslerstab ist erst seit 15 Jahren im Logo, vorher wurde das Schweizerkreuz verwendet
  • Feldschlösschen und Wernli ändern ebenfalls Designs, Modernisierung im Fokus

Das traditionsreiche Läckerli Huus aus Frenkendorf BL geht mit der Zeit – und gibt sich einen neuen Auftritt. Das Logo wird moderner und luftiger. Dafür muss der markante Baslerstab weichen. Und genau das sorgt für Kritik, wie das Onlineportal Nau zuerst berichtet hat. Mit dem «sanften Redesign» will das Unternehmen von Blocher-Tochter Miriam Baumann-Blocher (51) sein Erscheinungsbild klarer und besser lesbar machen.

Der bisherige Slogan «Basler Original» wird selbstbewusster zu «Das Basler Original». Die Herkunft soll künftig über den Namen und nicht mehr über den Baslerstab transportiert werden. In den sozialen Medien kommt das nicht bei allen gut an. Kommentare reichen von «sehr schade» bis «schrecklich». «Für mich war der Stab ein starkes Stück Basel», schreibt ein User auf Linkedin. «Das Herz wird entfernt. Entscheid bitte umgehend rückgängig machen», ein anderer auf Facebook.

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Stab erst seit 15 Jahren im Logo

Läckerli-Huus-Chefin Miriam Baumann-Blocher lässt die Kritik kalt. «Wir freuen uns, dass unsere Marke unsere Kunden und Kundinnen bewegt und sie daran Anteil nehmen», sagt sie zu Nau. Gegenüber Blick erinnert sie daran, dass das aktuelle Logo mit Baslerstab – er steht für den historischen Bischofsstab des Fürstbischofs von Basel – erst vor 15 Jahren entworfen wurde. Der Stab ersetzte damals das Schweizerkreuz.

Das neue Erscheinungsbild soll klarer, luftiger und besser lesbar sein. Baumann-Blocher will damit auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Das neue Logo soll nach und nach auf Verpackungen, in der Kommunikation und an den Filialen auftauchen. 

Weil es immer ein Risiko ist, ein Kult-Produkt neu zu designen, handle es sich beim neuen Logo um eine «behutsame Weiterentwicklung», erklärt Baumann-Blocher, nicht um eine komplette Neupositionierung. An der Tradition wolle man festhalten: «Unsere Herkunft, unsere Basler Identität, unsere charakteristische Frakturschrift und unsere Produkte bleiben Teil unserer Marke.»

Neue Bier-Büchsen und Schoggi-Plättli

Konsumentinnen und Konsumenten sind heikel, wenn das Design von liebgewonnenen, kultigen Produkten geändert wird. Sie werden stutzig, wenn sie in ein Petit Beurre beissen und das Schoggi-Plättli plötzlich anders aussieht. Und wollen wissen, was dahintersteckt. «Wir haben bei den Choco Petits Beurres das Design geändert», sagte Co-CEO Marianne Wüthrich Gross (59) vom Guetzli-Hersteller und Wernli-Besitzer Hug in Malters LU zu Blick. Von Zeit zu Zeit müssten die Formen, in denen die Schokolade gegossen wird, ersetzt werden. «Bei einem solchen Ersatz hat das Marketing eine kleine Modernisierung der Form vorgenommen», so die Co-Chefin weiter.

Auch Biertrinker müssen dieser Tage umdenken. Die blaue Hülse von Feldschlösschen – die wohl meistverkaufte Bierbüchse der Schweiz – kommt im neuen Design daher. In seinem Jubiläumsjahr ändert der Aargauer Brauerei-Riese Feldschlösschen den Markenauftritt. Neu steht das unverkennbare Symbol der Marke voll im Zentrum: das rote Schloss, seit 1923 als Feldschlösschen-Logo im Handelsregister eingetragen. Das neue Design ist die erste umfassende Überarbeitung des Markenauftritts seit 2008.

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