Kult-Marke wächst weiter
Snack-Hersteller Zweifel trotzt dem Gesundheitstrend

Der Chipsproduzent mit Sitz in Spreitenbach AG will in hohem Tempo weiterwachsen. Der Trend hin zu gesunder Ernährung tut dem Chipskonsum in der Schweiz keinen Abbruch.
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CEO Christoph Zweifel bringt neue Produkte auf den Markt.
Foto: Vera Hartmann

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Erich Bürgler
Bilanz

Zu Bier und Wein passen salzige Chips. Allerdings geht der Alkoholkonsum pro Kopf in der Schweiz seit Jahren zurück. Während Bierbrauer und Weinproduzenten unter sinkenden Verkaufszahlen leiden, schadet der Alkoholverzicht dem Absatz von Zweifel-Produkten nicht, wie Firmenchef Christoph Zweifel feststellt: «Die Apéro-Kultur in der Schweiz lebt. Zu den Chips gibt es aber eher mal einen Orangensaft oder ein alkoholfreies Bier.»

Das zeigt sich in den Zahlen des Konzerns. Der Umsatz stieg 2025 auf den neuen Rekordwert von 316 Millionen Franken, ein Plus von 3,8 Prozent. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag der Umsatz noch bei 210 Millionen. Es soll im selben Stil weitergehen. «Wir haben eine sehr ehrgeizige Wachstumsstrategie bis 2032 definiert», sagt Zweifel. Die Wachstumskurve der letzten zehn Jahre solle sich im gleichen Tempo fortsetzen. Damit würde das Unternehmen bis 2032 die Umsatzmarke von 400 Millionen knacken. Zweifel baut die Produktion aus und investiert 40 Millionen Franken in den Bau eines zusätzlichen Werks. Wichtig für das Geschäft sind neue Geschmacksrichtungen.

Artikel aus der «Bilanz»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

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Kampf um den Zmorge-Tisch

Das macht die Kundschaft neugierig und bewegt sie dazu, beim Chipsregal im Supermarkt vorbeizuschauen. Auch wenn dann oft «Paprika» oder «Nature» – die Topseller des Unternehmens – im Einkaufskorb landen. Allerdings haben auch Neuerungen Erfolg: «Poulet im Chörbli» und «Chnoblibrot» buhlen bereits um Rang vier der beliebtesten Sorten. Am stärksten wächst Zweifel im Snack-Segment mit Marken wie Vaya, die auf Trends wie proteinreiche Zutaten aus Linsen setzt. Zweifel versucht zudem, die Kundschaft lange vor der Apéro-Zeit zu erreichen. «Mit neuen Produkten steigen wir ins Frühstücksgeschäft ein. Dort treten wir gegen Riesen wie Kellogg’s an.»

Die Geschmacksrichtungen «Poulet im Chörbli» (Bild) und «Chnoblibrot» kämpfen um Rang vier im Absatz-Ranking.
Foto: PR

Doch auch im immer noch grössten Geschäftsbereich legt Zweifel weiter zu. «Wir wachsen im klassischen Chipsbereich und konnten unsere Marktanteile auf hohem Niveau nochmals ausbauen.» Dies, obschon Händler wie Coop ihr Sortiment mit Billiglinien in diesem Bereich stark erweitert haben. Dabei verzichtet Zweifel weiterhin auf den Verkauf seiner Produkte bei den Discountern Aldi und Lidl – obwohl die Händler die beliebte Schweizer Marke gerne im Sortiment hätten. Christoph Zweifel hält sich alle Optionen offen. «Die beiden deutschen Discounter haben sich in der Schweiz etabliert. Sie führen mittlerweile viele Schweizer Markenprodukte. Wir sind immer wieder in Gesprächen.»

Für Rückenwind im laufenden Jahr wird die Fussballweltmeisterschaft sorgen, wenn vor dem Fernseher mehr Chips gefuttert werden. Allerdings spielt ein anderer Faktor eine bedeutende Rolle: «Die Fussball-WM hat einen positiven Einfluss. Noch wichtiger ist aber das Wetter.» Läuft die Grillsaison auf Hochtouren, kommen auch mehr salzige Pommes-Chips und Snacks auf den Tisch.

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