Debatte um überfüllte Züge
«Frau Schneider-Schneiter wird Opfer ihrer eigenen Politik!»

Die Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter regte sich über überfüllte SBB-Züge am Pfingstwochenende auf. In unserer Community wird ihr Unmut jedoch kritisch aufgenommen – viele sehen die Ursache in ihrer eigenen politischen Verantwortung.
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Die SBB waren auf die Flut von Reisenden über Pfingsten schlecht vorbereitet. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pfingstreisen führten zu Chaos in SBB-Zügen, sie waren überfüllt und verspätet
  • Nationalrätin Schneider-Schneiter kritisiert SBB, Lesermeinungen bleiben gespalten
  • Leserumfrage: 36 Prozent akzeptieren Zugräumungen bei vorheriger Information
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Sarah RiberzaniRedaktorin Community

Ums Pfingstwochenende herrschte in den SBB-Zügen regelrechtes Chaos. Die Waggons waren teilweise so überfüllt, dass Passagiere aus den Zügen geschickt wurden. Mittendrin: Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (62). Sie reiste am Freitag vor Pfingsten Richtung Italien.

«Schon in Basel hiess es, dass der Zug zu wenige Waggons mitführt, weil diese am Vortag nicht aus Italien zurückgekehrt sind», berichtet sie. Selbst Reisende mit reservierten Sitzplätzen gingen leer aus und wurden gebeten, den Zug zu verlassen. Schneider-Schneiter kam schliesslich doch noch in Italien an – allerdings mit fast zwei Stunden Verspätung.

Auf X äusserte sie ihren Unmut über die Situation. Während einige Nutzer die Zuwanderung für die überfüllten Züge verantwortlich machten, widersprach die Mitte-Nationalrätin deutlich und sprach von einem «kompletten Versagen der SBB».

Zwischen SBB-Kritik und Zuwanderungsdebatte

Blick wollte wissen: «Ist es akzeptabel, Passagiere aus dem Zug zu schicken?» Die Einschätzung darüber ist umstritten. Eine Leserumfrage mit über 12'000 abgegebenen Stimmen zeigt ein gespaltenes Bild: 36 Prozent der Leserinnen und Leser finden es nur dann akzeptabel, wenn die SBB vorgängig genügend informieren und Alternativen anbieten. 34 Prozent sagen, dass es am Ende um die Sicherheit gehe und ein solcher Schritt deshalb vertretbar sei. 30 Prozent lehnen es hingegen unter allen Umständen ab, Reisende aus dem Zug zu weisen.

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Die Schuldfrage wird ebenfalls heiss diskutiert. Die Blick-Leserschaft macht unter anderem die Politik und die Zuwanderung für die überfüllten Züge verantwortlich. So schreibt Leser Tobi Kaufmann: «Erst lauthals für eine unbegrenzte Zuwanderung eintreten und sich dann über volle Züge beschweren – das ist an Realsatire kaum zu überbieten.» Walter Bachmann findet ähnliche Worte: «Frau Schneider-Schneiter wird Opfer ihrer eigenen Politik!»

Auch Leser Mark Müller kritisiert die Nationalrätin scharf: «Elisabeth Schneider-Schneiter soll in den Spiegel schauen und sich bei sich selber bedanken für den jetzigen Zustand der Überbevölkerung, die sie mit ihrer Politik mitverursacht hat.»

Andere Leser sehen die Verantwortung wiederum klar bei den SBB. Ruedy Baarfuss schreibt: «Pfingsten kommt alle Jahre! Die Wetterprognosen waren klar. Da hätten die SBB einfach mehr Wagen auf die Strecken Richtung Süden einsetzen können.»

Rückhalt für die Bahn

Viele Leserinnen und Leser aber verteidigen die Bahn und halten die Kritik der Nationalrätin für überzogen. Leserin Beda Moser meint: «Wer an Pfingsten verreist, muss doch mit einer überlasteten Infrastruktur rechnen!»

Auch Stefan Gisler zeigt wenig Verständnis für die Aufregung: «Das mit übervollen Zügen ist mir schon in Frankreich, Deutschland und auch mehrfach in der Schweiz passiert. In der Schweiz im Übrigen schon vor rund 30 Jahren. Wer wirtschaftlich kalkuliert, kann nicht immer volle Überkapazitäten planen.»

Zahlreiche Leser sehen die Verantwortung letztlich auf beiden Seiten. So schreibt Anna-Maria Locher: «An Ostern und Pfingsten immer dasselbe Problem! Klar, die SBB könnten während solcher verlängerten Wochenenden sowie Ferienzeiten unbedingt mehr Extrazüge organisieren. Die Leute könnten sich aber auch einmal überlegen, nicht immer gleichzeitig zu verreisen. Das Problem wird also beidseits verursacht.»

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