Darum gehts
- Am 25. Juli verübte Abdul Ballout beim CSD in Berlin einen Anschlag
- Ballout täuschte die Polizei mit einer Spielzeugpistole und geheimem Handy
- 31 Verletzte, 1 Tote, Ballout starb am 26. Juli nach SEK-Einsatz
Der islamistische Terroranschlag am Christopher Street Day (CSD) vom 25. Juli hat Deutschland erschüttert. Abdul Ballout (†21) raste mit einem weissen Transporter durch den Berliner Tiergarten und tötete dabei eine 65-jährige Frau. 31 weitere Menschen wurden verletzt, teils lebensgefährlich. Wie «Bild» berichtet, soll Ballout die Tat mit extremer Präzision geplant und die Ermittler gezielt an der Nase herumgeführt haben.
Bereits im Mai 2026 war der 21-Jährige den Behörden aufgefallen. Nach einer Verurteilung wegen Terrorverdachts wurde er vom Berliner Landeskriminalamt beobachtet. Die Polizei richtete sogar die spezielle Überwachungseinheit «Seegans» für ihn ein. Doch Ballout soll ein Doppelleben geführt haben.
Mit der Spielzeugwaffe ausgetrickst
Vor einer Überwachungskamera, die direkt auf seine Wohnung gerichtet war, steckte er sich Anfang Juli eine echt aussehende Spielzeugpistole in den Hosenbund. Ermittler sahen die Szene und stürmten sofort die Wohnung. Dort fanden sie nur die Attrappe. Ballouts Plan war aufgegangen: Er wusste nun sicher, dass er überwacht wurde – und von wo.
Auch bei der Kommunikation trickste er. Er nutzte das offiziell überwachte Handy nur für belanglose Gespräche und Gebete. Parallel kommunizierte er offenbar über ein geheimes «Terror-Handy» mit möglichen Komplizen.
Parallelen zu Weihnachtsmarkt-Attentat
Am Tag der Tat soll Ballout mit dem gemieteten Transporter im Zick-Zack-Kurs durch Berlin gefahren sein und mehrfach angehalten haben. Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits 2016 beim Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri, der ebenfalls in Kontakt mit dem Islamischen Staat stand.
Einen Tag nach dem Attentat wurde der 21-Jährige in einer Kleingartenanlage in Spandau erschossen. Ballout hatte sich in einem Gewächshaus verschanzt und griff ein Spezialeinsatzkommando (SEK) mit einem Messer an. Die Beamten feuerten daraufhin drei Schüsse ab.
Zuvor hatten sie bereits auf die Türscharniere geschossen, um in das Gebäude einzudringen. Trotz sofortiger Reanimationsversuche starb Ballout noch am Tatort. Jetzt suchen die Ermittler nach möglichen Hintermännern.