VA St. Petersburg angriff
0:46
Öllager und Datacenter getroffen:Riesige Rauchwolken in St. Petersburg nach ukrainischem Angriff

Auf Öllager und Datencenter
Ukraine führt Grossangriff auf St. Petersburg durch

Drohnenalarm in St. Petersburg: Russland meldet 126 abgeschossene ukrainische Drohnen, Bilder zeigen Brände und Rauch. Betroffen sein sollen unter anderem ein Öllager und ein VK-Datencenter.
Kommentieren
1/5
Bei der Attacke wurde unter anderem kritische Energieinfrastruktur ins Visier genommen.
Foto: X / KyivPost

Darum gehts

  • Die Ukraine soll St. Petersburg attackiert haben; 126 Abschüsse
  • Genannt: Autobahn, Öllager, VK-Rechenzentrum; Opfer unklar
  • Nach Trumps Waffenruhe erklärte Selenski den Stopp für aufgehoben
BlickMitarbeiter54.jpg
Fabrice ObristRedaktor News

Die Ukraine soll einen massiven Angriff mit Drohnen auf die russische Stadt St. Petersburg durchgeführt haben. So schrieb der lokale Gouverneur auf Telegram, dass man 126 Drohnen abgeschossen habe.

Allerdings kam es auch zu einigen Treffern seitens der Ukrainer. Auf Bildern sind Flammen und Rauch in der Stadt zu sehen. Ziele des Angriffs sollen unter anderem eine Autobahn, ein Öllager sowie ein Datencenter des sozialen Netzwerks VK gewesen sein.

Flugbetrieb eingeschränkt

Das genaue Schadensausmass und ob Menschen ums Leben kamen, ist noch nicht bekannt. Der Flugbetrieb am Flughafen von St. Petersburg musste laut Gouverneur allerdings «aus Sicherheitsgründen» eingeschränkt werden, was die Tragweite der ukrainischen Drohnenattacken verdeutlicht.

Dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (48) gerade jetzt Angriffe auf russisches Territorium weit von der Front entfernt anordnet, ist brisant. Donald Trump (80) hatte zuvor eine Waffenruhe zwischen den beiden Kriegsparteien verkündet, bei der sowohl Russland als auch die Ukraine ihre Angriffe auf Raffinerien einstellen sollen.

«Historischer Moment»

Seit diesem Abkommen ist das der erste Grossangriff seitens der ukrainischen Armee. Schon vor einigen Tagen verkündete Selenski allerdings via «Financial Times», dass der Stopp von Angriffen auf Energieinfrastruktur für ihn wieder «aufgehoben» sei. Ausserdem sagte er, Kreml-Chef Wladimir Putin (74) habe sich ohnehin von Anfang an nicht an die Vereinbarung gehalten.

Der ukrainische Präsident war ohnehin nicht begeistert vom Abkommen, das Trump ohne grosse Rücksichtnahme auf das sich verteidigende Land schmiedete. Er sagte, dass die USA Putin damit belohnen und zu weiteren Angriffen ermutigen würden. Die Russen hingegen sahen in der Vereinbarung einen «historischen Moment».

Ist Trump ein Agent?

Das Verhältnis zwischen Selenski und Trump ist deswegen zurzeit angespannt. Der US-Präsident hat sogar gefordert, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten einsetzen soll.

Oft scheint es, als würde sich Trump auf die Seite der Russen stellen. Mögliche Erklärungen dafür gibt es viele. Eine davon, die in letzter Zeit an Beliebtheit gewinnt: Der sowjetische Geheimdienst soll Trump bei einem Besuch in Moskau rekrutiert haben.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen