«Wissen Sie, was ich vorschlage?», fragte US-Präsident Donald Trump am Samstag die Reporter vor dem Weissen Haus. «Ich schlage vor, dass sie einen neuen Anführer bekommen, der einen Deal machen könnte, weil er viele Deals hätte machen können, und aus irgendeinem Grund tut er es nie. Ich denke, es ist Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt.»
Der Streit zwischen den USA und der Ukraine geht somit in die nächste Runde – seit der Bekanntgabe eines grossen Diesel-Deals, den Trump mit dem russischen Präsidenten Putin ausgehandelt hat, bröckeln die Beziehungen zu Kiew.
Öl-Deal bringt Verhandlungen zum Platzen
So verlangt die USA etwa, dass die Ukraine die Angriffe auf russische Ölraffinerien einstellt. Würde man dies nicht tun, liefere Amerika keine Geheimdienstinformationen mehr in die Ukraine. Dort denkt man derweilen nicht daran, mit den Attacken aufzuhören.
Die Neuigkeiten zum Diesel-Deal liessen am Freitag zudem ein Meeting zwischen ukrainischen und amerikanischen Abgeordneten in Miami platzen. Die Delegationen trafen sich dort zu Friedensgesprächen.
Nachdem US-Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner daraufhin die Forderung anbrachten, die ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien einzustellen, packten die Ukrainer am Samstag frühzeitig ihre Sachen – anstelle einer zweiten Verhandlungsrunde entschieden sie sich für die Heimreise.