Darum gehts
- Kiew schäumt nach Diesel-Deal mit Putin
- USA verlangt Angriffs-Stopp auf russische Ölraffinerien
- Ukrainische Verhandlungsteams reisen vorzeitig aus Miami ab
Fast acht Stunden lang befand sich ein ukrainisches Abgeordnetenteam am Freitag in Miami in einer Verhandlungsrunde mit ihren amerikanischen Pendants. Unterbrochen wurden die Gespräche über einen möglichen Frieden im Krieg mit Russland von einer überraschenden Ankündigung: US-Präsident Trump hat einen Diesel-Deal mit Putin abgemacht.
300'000 Tonnen Dieselkraftstoff gibt der Kreml-Chef für den Weltmarkt frei. «Weitere 500'000 Tonnen werden im Laufe des Monats November geliefert und eine Million Tonnen unmittelbar danach», führte Trump bei der Ankündigung des Deals auf Truth Social weiter aus.
«Werden russische Raffinerien in Brand setzen»
Wie die «Financial Times» unter Berufung auf Anwesende vor Ort berichtet, sei das Treffen nach der Bekanntgabe des Deals aus den Fugen geraten. Die Amerikaner forderten die Ukrainer auf, ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen.
Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Spezialgesandte Steve Witkoff drohten, die USA würden den Austausch von Geheimdienstinformationen einstellen, wenn die Angriffe weitergehen.
In der Ukraine denkt man derweilen nicht daran, die Attacken einzustellen. «Wir werden russische Raffinerien in Brand setzen», heisst es von einem hochrangigen Beamten. Auf die «entschiedene Forderung des Präsidenten von Amerika» werde man nicht eingehen. Stattdessen packte die ukrainische Delegation am Samstag bereits frühzeitig ihre Sachen – statt einer zweiten Gesprächsrunde traten sie die Heimreise an.