Darum gehts
- Tom Homan präsentierte am Donnerstag seinen ICE-Plan für Minneapolis
- Er kündigte weniger Strasseneinsätze und mögliche Truppenabzüge aus Minnesota an
- Tödliche Schüsse durch ICE-Agenten hatten Proteste ausgelöst
Tom Homan (64), der Grenzschutzbeauftragte des Weissen Hauses, hat am Donnerstag seinen Plan für die Operation der US-Einwanderungsbehörde in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota vorgestellt.
Am Montag hatte ihn US-Präsident Donald Trump (79) in die Metropole entsandt, um dort die Leitung der Mission zu übernehmen. ICE-Kommandant Gregory Bovino (55) verliess die Stadt zeitgleich. Bovinos aggressive Taktiken, die zu tödlichen Schüssen auf zwei Personen geführt hatten, lösten eine Protestwelle aus.
«Wir haben grosse Fortschritte gemacht»
Homan stellte am Donnerstag einen Abzug der ICE-Truppen aus Minnesota in Aussicht. Er sagte aber auch: «Ich bleibe, bis das Problem gelöst ist.»
Heisst: Einen konkreten Zeitpunkt, wann die umstrittenen Grenzschützer die Stadt verlassen werden, gibt es noch nicht. «Wir haben grosse Fortschritte gemacht, sehr grosse Fortschritte in den vergangenen drei Tagen», sagte Homan den Reportern an einer Medienkonferenz.
Homan will Dinge verbessern
Homan sagte, er habe konstruktive Gespräche mit dem Gouverneur von Minnesota, Tim Walz (61), dem Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison (62), und dem Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey (44), geführt. «In einem Punkt waren wir uns einig: Die Sicherheit der Gemeinschaft hat oberste Priorität.»
Der Grenzschutzbeauftragte forderte: «Gemeinsam müssen wir diejenigen identifizieren, die eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, und sie entfernen.»
Homan räumte ein, dass die Operation nicht «perfekt» verlaufen sei. «Präsident Trump und ich haben zusammen mit anderen Mitgliedern der Regierung erkannt, dass bestimmte Verbesserungen vorgenommen werden können, und sollten.»
Homan geht auf Demonstranten zu
ICE-Beamten würden sich künftig mehr auf die Arbeit in Gefängnissen und Haftanstalten konzentrieren und weniger auf Einsätze auf offener Strasse, kündigte Trumps Grenzzar an. «Mehr Beamte im Gefängnis bedeuten weniger Beamte auf der Strasse.»
Die Demonstranten bat Homan darum, dass «die Proteste friedlich verlaufen» sollten. Seine Äusserungen stellen eine deutliche Abkehr von der Art und Weise dar, wie andere hochrangige Beamte die Protestierenden bezeichnet hatten.
Heimatschutzministerin Kristi Noem (54) und Bovino hatten diejenigen, die gegen die Massnahmen der Trump-Regierung zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung in der Stadt protestierten, wiederholt als «Randalierer» oder «Aufständische» bezeichnet.
«Der Präsident will niemanden sterben sehen. Ich will niemanden sterben sehen», betonte der Grenzschutzbeauftragte zum Ende der Medienkonferenz mit Blick auf die beiden Todesfälle der dreifachen Mutter Renee Nicole Good (†37) und des Krankenpflegers Alex Pretti (†37). Konkreter äusserte sich Homan nicht zu den tödlichen Schüssen.