Darum gehts
- Huthis führten Drohnenangriff auf Mekka durch, Saudi-Arabien wehrt erfolgreich ab
- Pakistan sichert Schutz der heiligen Stätten und Unterstützung Saudi-Arabiens zu
- Minister Asif betont Pflicht: Schutz Mekkas auch ohne Abkommen
Am Mittwoch haben die Huthis nach Angaben Saudi-Arabiens versucht, die für Muslime heilige Stadt Mekka mit einer Drohne zu attackieren. Nun erklärt der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif (77), dass sein Land vollumfänglich bereit sei, sich an das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Mekka-Verteidigungsabkommen zu halten. Der Punkt sei erreicht, an dem das Abkommen umgesetzt werden müsse, sagte Asif dem TV-Sender Geo News.
Das Mekka-Abkommen war ursprünglich zum Schutz der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer geschlossen worden. Mittlerweile haben die Huthis die Seestrasse unter ihre Kontrolle gebracht und greifen vermehrt Ziele in Saudi-Arabien an.
«Das Abkommen von Mekka gilt auch für uns, und wir werden unsere Pflicht erfüllen», so der pakistanische Minister am Mittwoch. Er sagte, Pakistan brauche kein Abkommen zum Schutz der heiligen Stätten, und betonte, dass deren Schutz auch ohne das Mekka-Abkommen eine Pflicht sei. «Wenn Mekka angegriffen wird, braucht es kein Abkommen mehr, um es zu schützen», sagte Asif wörtlich.
Darum ist Mekka für Muslime wichtig
Die saudische Luftverteidigung hatte am Dienstagabend eine Drohne südlich von Mekka abgefangen und zerstört, bevor diese in den Luftraum über der Stadt eindringen konnte. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bestreiten, die für Muslime heilige Stadt ins Visier genommen zu haben. «Unsere Operationen zielen auf Ölanlagen und Militärbasen ab, die weit von den heiligen Stätten entfernt liegen», sagte ein Huthi-Sprecher «Geo News».
Am Mittwochvormittag hatte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (74) die volle Unterstützung Pakistans für die Verteidigung Saudi-Arabiens bekräftigt und erklärte, Islamabad stehe «Schulter an Schulter» mit Riad. Der Premierminister verurteilte den von ihm als «feige und abscheulich» bezeichneten versuchten Drohnenangriff auf die heilige Stätte von Mekka. Er mahnte alle Parteien zu grösstmöglicher Zurückhaltung und dazu, eine weitere Eskalation zu vermeiden, da die Region bereits stark unter Konflikten gelitten habe und Dialog und Diplomatie der einzig nachhaltige Weg zum Frieden seien.
Mekka ist der religiöse Mittelpunkt aller Muslime weltweit. Dort wurde der Prophet Mohammed geboren und in ihr steht die sogenannte Kaaba, die als Haus Gottes angesehen wird. Alle Muslime auf der ganzen Welt richten ihre täglichen fünf Gebete exakt in Richtung der Kaaba in Mekka aus. Muslimische Personen sind dazu angehalten, mindestens einmal in ihrem Leben nach Mekka reisen.