Darum gehts
- Erste fünf Monate des Iran-Kriegs haben US-Steuerzahler bereits 38 Milliarden Dollar gekostet
- Krieg kostet USA auch in Zukunft monatlich 2-3 Milliarden Dollar, Waffenvorräte erschöpft
- Donald Trump prahlt hingegen mit sinkenden Preisen für die US-Bevölkerung
Mit dem Angriff der USA und Israel im März diesen Jahres ist im Iran ein bislang andauernder Konflikt entbrannt. Auch wenn es in der Zwischenzeit immer wieder Ansätze zu diplomatischen Gesprächen und zeitweise Feuerpausen gegeben hat, scheint ein Ende des Konfliktes noch nicht in Sicht. Neben zahlreichen Todesopfern, militärischen Verlusten und Schäden an wichtiger Infrastruktur hat der Iran-Krieg auch enorme Geldbeträge verschlungen.
Wie das Nachrichtenportal «Politico» nun berichtet, haben die ersten fünf Monate des Iran-Kriegs die US-Steuerzahler nach Angaben der überparteilichen Haushaltsbehörde des Kongresses bereits 38 Milliarden Dollar (rund 31 Milliarden Franken) gekostet. Am Dienstag teilte die Haushaltsbehörde diese Zahlen. Zum Vergleich: Die Kosten von 38 Milliarden Dollar stellen damit bereits mehr als die Hälfte der von der Trump-Regierung beantragten Gesamtmittel für Kriegsausgaben dar.
Krieg dürfte monatlich 2 bis 3 Milliarden Dollar verschlingen
Und damit nicht genug. Auch in Zukunft geht die Haushaltsbehörde in ihrer unabhängigen Schätzung von enormen Kosten für die US-Steuerzahler aus. Es wird mit monatlichen Kosten in Höhe von etwa 2 bis 3 Milliarden Dollar gerechnet. Die Behörde bestätigte zudem, dass der Krieg die US-Waffenvorräte erschöpft habe, darunter auch wichtige Abfangraketen für die Luftabwehr.
Erst am Montag hatte sich US-Präsident Donald Trump (80) auf Truth Social noch damit gebrüstet, dass die Preise für die US-Bevölkerung unter seiner Regierung, im Vergleich zur Vorregierung unter Biden, deutlich geringer seien und sinken würden. «Ich hoffe, dass jedem klar ist, dass die Preissteigerungen in ganz Amerika von ‹Sleepy Joe› Biden und der Biden-Regierung verursacht wurden, nicht von ‹TRUMP›. Selbst der Ölpreis war unter Biden höher als derzeit, und wir haben den Iran daran gehindert, eine Atomwaffe zu besitzen!», führte Trump aus.
Mit der vorübergehenden Ausnahme des Ölpreises würden die Preise derzeit stark sinken, behauptete Trump weiter. «Der Ölpreis wird wie ein Stein fallen, sobald der militärische Konflikt mit dem Iran vorbei ist – und das wird nicht mehr lange dauern», zeigte sich der US-Präsident selbstbewusst.