Darum gehts
- Huthi-Rebellen erobern strategische Inseln im Roten Meer
- Einnahme von Klein- und Gross-Hanisch stärkt Kontrolle über Bab al-Mandab
- Saudi-Arabien nutzt Rotes Meer als Umleitung wegen Hormus-Blockade durch Iran
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben am Montag weitere strategisch wichtige Inseln im Roten Meer erobert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Vertreter der Miliz und der jemenitischen Regierung.
Die Huthi-Kämpfer nahmen die beiden Inseln Klein- und Gross-Hanisch ein, während sich die von Saudi-Arabien unterstützten Truppen der Regierung sich nach den verlorenen Gefechten am Wochenende neu formierten. Das bestätigten zwei Regierungsbeamte und ein Huthi-Vertreter. Mit der Eroberung der beiden Inseln stärken die Huthis ihre Kontrolle der wichtigen Seeschifffahrtsroute Bab al-Mandab.
Saudi-Arabien nutzt das Rote Meer als Alternative für Rohöllieferung, da die Strasse von Hormus durch die iranische Revolutionsgarde blockiert wird. «Die Eskalation – insbesondere die Angriffe der Huthi auf die saudische Ölinfrastruktur und den Schiffsverkehr im Roten Meer – erhöht den Druck auf die globalen Ölvorräte und -preise, was dem Iran in seinem Krieg mit den Vereinigten Staaten einen Vorteil verschaffen könnte», schreibt AP dazu.