Noch keine «Normalität»
Tausende Migranten verharren am Montag in Ceuta

Noch harren 3000 bis 5000 Migranten in Ceuta aus. Rund 60'000 Menschen versuchten seit Donnerstag, die Grenze in der Exklave zu überqueren. Die Behörden sind überfordert, 72 Menschen starben, über 1500 werden medizinisch behandelt.
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Noch harren 3000 bis 5000 Migranten in Ceuta aus.
Foto: AP Photo/Bernat Armangue

Darum gehts

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  • Rund 60'000 Menschen versuchten seit Donnerstag, Ceutas Grenze zu überqueren
  • In Ceuta starben 88 Migranten, 1500 wurden medizinisch behandelt
  • Das Abschiebezentrum ist mit 600 Plätzen überlastet, 1000 bleiben draussen
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Mattia JutzelerRedaktor News

Rund 60'000 Menschen haben laut spanischen Behörden seit letztem Donnerstag versucht, die Grenze in Ceuta zu überqueren. Von dieser grossen Menschenmasse halten sich Stand Montagmittag noch zwischen 3000 und 5000 Migranten in der spanischen Exklave auf. Das sagt der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, gegenüber «El Pais».

Vivas betonte, dass seine Stadt noch nicht zur «Normalität» zurückgekehrt sei. «Diese Angst, diese Furcht und dieses Gefühl der Ohnmacht und Beklemmung, das die Bürger von Ceuta erlebten, prägen unser kollektives Bewusstsein bis heute.» Der Präsident Ceutas fordert deshalb von Spanien und Marokko neue Massnahmen, dass sich so eine Migrationskrise nicht wiederholt.

Behörden sind «völlig überlastet»

Unter diesen 3000 bis 5000 Migranten, die noch in Ceuta ausharren, sind viele Kinder und Jugendliche. Der Minister für Regierungsführung der Exklave, Alberto Gaitán, erklärte am Montag, dass 862 minderjährige Migranten in der autonomen Stadt untergebracht wurden.

Die Situation sei so weit unter Kontrolle, jedoch würden die Behörden nach wie vor mächtig unter Druck stehen. So habe das temporäre Abschiebezentrum von Ceuta nur eine Kapazität von etwa 600 Personen und sei bereits «völlig überlastet». Ausserhalb des Zentrums würden sich zu jeder Zeit «etwa tausend Menschen aufhalten».

Der grosse Ansturm auf die spanische Exklave forderte in der vergangenen Woche viele Menschenleben. Spanien schreibt von 72 Todesopfern, die Behörden in Ceuta sogar von 88 geborgenen Leichen. Des Weiteren wurden mehr als 1500 Migranten seit Donnerstag in verschiedenen Kliniken der spanischen Exklave medizinisch behandelt.

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