Darum gehts
- Nina Warken soll Kanzleramtschefin werden, Carsten Linnemann ins Gesundheitsministerium wechseln
- Jens Spahns Rücktritt als Fraktionschef löste Kabinettsumbildung aus
- Thorsten Frei wird Mittwoch neuer CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender, Warken folgt nach
Nina Warken (47) steht laut Medienberichten kurz davor, eine Schlüsselrolle im deutschen Kanzleramt zu übernehmen. Die bisherige Gesundheitsministerin soll zur neuen Kanzleramtschefin ernannt werden, wie unter anderem die deutsche «Tagesschau» am Donnerstag berichtete. Zeitgleich wird CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48) als ihr Nachfolger im Gesundheitsministerium gehandelt.
Die 47-jährige Warken würde damit Thorsten Frei (52) ablösen, der am kommenden Mittwoch als neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt werden soll. Wer Linnemanns Position als Parteimanager übernehmen könnte, ist noch unklar.
Umbau nach Leihmutterschafts-Debakel
Der Umbau in der deutschen Regierung ist das Ergebnis des Rücktritts von Jens Spahn (46) am vergangenen Wochenende. Der ehemalige Fraktionsvorsitzende hatte sein Amt nach seinem Leihmutterschafts-Debakel und öffentlichem Druck von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) niedergelegt. Politisch lehnte Spahn die Leihmutterschaft ab, privat bezahlten sein Mann und er über 100’000 Euro für eine Leihmutter in den USA. Auch aus der Schweiz gab es Kritik an dem ehemaligen CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden.
Offizielle Bestätigungen zu den Personalien stehen derzeit noch aus. «Der Bundeskanzler wird die Personalentscheidungen bekanntgeben, wenn alle offenen Punkte geklärt sind», heisst es aus seinem Umfeld. Ob noch weitere Minister getauscht werden, bleibt laut der «Bild» offen.