«Du selbst kannst deine Politik überhaupt nicht leben»
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Kerstin Ott zu Jens Span:«Du selbst kannst deine Politik überhaupt nicht leben»

«Unfassbare Frechheit»
Kerstin Ott rechnet nach Leihmutter-Affäre mit Jens Spahn ab

Sängerin Kerstin Ott kritisiert CDU-Politiker Jens Spahn scharf: Er nutze eine in Deutschland verbotene Leihmutterschaft in den USA, obwohl seine Partei diese ablehnt. Auf Instagram nennt sie sein Verhalten eine «absolute Katastrophe».
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Aus ihrer Feder stammt das Lied «Die immer lacht», doch zum Lachen ist Kerstin Ott derzeit überhaupt nicht.
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sängerin Kerstin Ott kritisiert Jens Spahn scharf wegen Leihmutterschaft in den USA
  • Spahn, CDU-Politiker, nutzte verbotene Praxis in Deutschland für eigenes Kind
  • Kosten für Leihmutterschaft in den USA: sechsstelliger Betrag und Flug
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Saskia SchärRedaktorin People

Sängerin Kerstin Ott (44) macht auf Instagram ihrem Ärger Luft. Der Grund dafür heisst Jens Spahn (46), ist deutscher Politiker für die CDU – wobei das C für christlich steht – und seit kurzem gemeinsam mit seinem Partner Daniel Funke (44) Vater. Dies dank einer Leihmutter in den USA. Das ist brisant: In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Spahns CDU bekräftigte erst im Februar erneut, dass sie an diesem Verbot festhalten will.

Für Ott, die seit 2017 mit ihrer Frau Karolina (43) verheiratet ist, absolut unverständlich. «Du selbst kannst deine Politik überhaupt nicht leben, du kannst damit überhaupt nichts anfangen, willst aber, dass alle anderen so handeln, wie ihr das beschliesst», meint sie auf Instagram und nennt das eine «absolute Katastrophe». «Du bist ein Grund, warum die Menschen hier in Deutschland nicht mehr an die Politik glauben, und ich finde es eine unfassbare Frechheit, dass du nur, weil du Kohle hast, das einfach so durchziehen kannst und jetzt auch noch so einen Satz sagst wie ‹Ich achte da jetzt auf mein privates Glück.›»

Alle, die nicht in seiner Situation seien und einen solchen Beruf hätten, «können nicht entscheiden, ob sie einfach auf ihr privates Glück setzen und dann halt einen Rücktritt in Kauf nehmen». Sie erinnert daran, dass Politiker eine Verantwortung haben, «und es kann doch nicht wahr sein, dass ihr euch da hinsetzt und sagt: ‹Das geht nicht›, aber ihr macht es selbst immer wieder und immer wieder.» Die ganze Situation macht die «Regenbogenfarben»-Interpretin «so sauer».

Kritik kommt auch von anderer Stelle

Auch der einstige Nachrichtensprecher Constantin Schreiber (47) regt sich auf Instagram über die Causa Spahn auf und stellt dabei folgende Frage in den Raum: «Darf ein Spitzenpolitiker etwas privat nutzen, das er politisch für alle anderen ablehnt?» und «Gelten Regeln nur für diejenigen, die sich keinen Flug nach Amerika und eine sechsstellige Rechnung leisten können für ein Kind?». Für Schreiber ist der Fall klar: «Wer Regeln für Millionen Menschen mitgestaltet, muss erklären, warum sie für ihn selbst dann offenbar nicht gelten.»

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Jens Spahn kündigte am Samstag seinen Rücktritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. In seinem Rücktrittsschreiben erklärte er: «Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt.»

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