Jens Spahns Babyglück
Ein Geschenk für Beat Jans

Und plötzlich sprechen alle über Leihmütter: SP-Bundesrat Beat Jans sollte die Gunst der Stunde nutzen – und handeln.
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Bundesrat Beat Jans sollte den Moment nutzen und Bürokratie abbauen, findet Bundeshaus-Redaktor Raphael Rauch.
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • CDU-Politiker Jens Spahn bringt Leihmutterschaft in Schweizer Politik ein
  • Kinder in Deutschland haben rechtlich zwei Väter, in der Schweiz nicht
  • Letztes Schweizer Leihmutterschaftsdokument stammt von 2013, längst überholt
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Raphael RauchBundeshausredaktor

Der CDU-Politiker Jens Spahn macht SP-Justizminister Beat Jans ein unfreiwilliges Geschenk: Er bringt das Thema Leihmutterschaft auf die politische Bühne und beweist damit, dass Regenbogenfamilien keine Frage von links oder rechts sind, sondern gesellschaftliche Wirklichkeit. Schwule Juden in Israel erfüllen sich ihren Kinderwunsch ebenso mithilfe von Leihmüttern wie die Super-Promis Naomi Campbell oder Cristiano Ronaldo. Heterosexuelle Paare profitieren von Leihmüttern sogar häufiger als queere, etwa nach einer Krebserkrankung.

Der Bundesrat hat das Thema jahrelang gemieden. Das aktuellste Papier des Bundesamts für Justiz stammt von 2013 – es ist die Antwort auf einen Vorstoss von Jacqueline Fehr. Seither hat sich viel verändert: Die Ehe für alle ist seit fünf Jahren Realität, der befürchtete Untergang des Abendlands blieb aus.

«Meine Familie ist mir das Wichtigste»

Beat Jans verfügt über Expertise im eigenen Haus: Seine Generalsekretärin doktorierte über Leihmutterschaft, sein Generalsekretär hat eine Regenbogenfamilie gegründet. Jans sollte vorwärtsmachen und das Gesetz aktualisieren – dem Kindeswohl zuliebe. Absurd, dass Kinder in Deutschland oder Spanien von Beginn an zwei Väter haben dürfen, in der Schweiz aber nicht. Ebenso unhaltbar ist, dass der nicht biologische Vater im ersten Jahr weder Rechte hat noch Unterhalt zahlen muss und im Falle eines Unfalls die Kesb zuständig wäre.

«Meine Familie ist mir das Wichtigste», schreibt Jens Spahn. Beat Jans sollte nicht minder entschieden das Schweizer Gesetz einem Realitätscheck unterziehen – und Bürokratie abbauen.

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