«Hat viel Empörung gegeben»
Deutscher Bundeskanzler Merz tritt gegen Jens Spahn nach

Jens Spahn hat im Zuge der Leihmutterschafts-Debatte seinen Rücktritt als CDU-Fraktionschef erklärt. Jetzt muss er sich Kritik vom deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz anhören.
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Friedrich Merz hat in einem Interview gegen Jens Spahn nachgelegt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Friedrich Merz kritisiert Jens Spahns Kommunikation nach Leihmutterschafts-Debakel in ZDF-Interview
  • Spahn informierte Merz erst spät über die Geburt seines Kindes in den USA
  • Merz hat Empörungswelle unterschätzt, Spahn tritt als CDU-Fraktionschef zurück
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Marian NadlerRedaktor News

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (70) hat im «Sommerinterview» mit dem Sender ZDF erneut Stellung zum Rücktritt seines CDU-Parteikollegen Jens Spahn (46) als Vorsitzender der Bundestagsfraktion genommen. Merz äusserte in dem Gespräch kritische Worte. Spahn hatte seinen Abgang erklärt, nachdem er zuvor für die Bekanntgabe der Geburt seines Kindes mithilfe einer Leihmutter in den USA unter Druck geraten war.

«Wir hatten ja alle kaum Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen. Er hat ja auch die Partei und die Fraktion erst sehr, sehr spät über das alles informiert», so Merz, der Chef der Christdemokraten. «Wenn wir Zeit gehabt hätten, hätten wir das in Ruhe besprechen können, aber die Zeit hatten wir nicht.»

«Habe dem Kind viel Glück gewünscht»

Spahn hatte Merz Ende vergangener Woche über die Geburt des Kindes informiert. Merz hat das zunächst innerhalb der Partei weitergegeben, behauptet er. «Ich bin seinem Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen.»

Merz wurde gefragt, was ihm als Erstes durch den Kopf gegangen sei, als Spahn ihn informiert habe. Der O-Ton des Bundeskanzlers dazu: «Zunächst einmal das Wohl des Kindes. Ich habe dem Kind viel Glück gewünscht und mir gedacht: Na ja, hoffentlich geht er kommunikativ damit gut um und erklärt es gut. Aber wir hatten gar nicht so viel Zeit, darüber zu sprechen.»

Merz räumte ein, dass er den Umfang der Empörungswelle unterschätzt hat. «Es hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun. Und auch mit der Kommunikation, und da hat es dann ziemlich viel Empörung gegeben.»

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