Darum gehts
- USA starten am Montag massive Sanktionen gegen den Iran, Bessent spricht von «D-Day»
- Iran blockiert Strasse von Hormus, Weltwirtschaft leidet unter Schiffsverkehrsstopp
- Trump droht Unterstützern Teherans, Bessent nennt Sanktionen «grösste finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde»
Wie will Bessent die Mullahs knacken?
So einfach, wie es sich US-Präsident Donald Trump (80) vorgestellt hat, geben sich die Mullahs nicht geschlagen. Nach unzähligen Luftangriffen, die den Iran nicht zum Aufgeben bewogen, sollen nun wirtschaftliche Sanktionen das iranische Regime in die Knie zwingen.
Finanzminister Scott Bessent (64) stellt den Plan der US-Regierung am Montagabend Schweizer Zeit vor. Die wichtigsten Aussagen aus der Medienkonferenz findest du in diesem Ticker.
Die USA läuten am Montagabend die nächste Phase im Iran-Krieg ein: US-Finanzminister Scott Bessent (64) kündigte in einem Post auf der Plattform X einen «wirtschaftlichen ‹D-Day›» in Anlehnung an den 6. Juni 1944 an, als die Alliierten im Zweiten Weltkrieg in der Normandie landeten. Der Tag markierte den Anfang vom Ende der deutschen Besatzung in Westeuropa. Es soll die «grösste finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde» werden.
Bessent kündigte an, im Rahmen einer Medienkonferenz die «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen den Iran vorstellen zu wollen. Nachdem ein Sturz der Mullahs militärisch nicht gelungen ist, soll das iranische Regime jetzt wirtschaftlich zum Aufgeben gezwungen werden.
Strasse von Hormus weiter dicht
US-Präsident Donald Trump (80) hatte bereits am vergangenen Mittwoch einen «wirtschaftlichen D-Day» in Aussicht gestellt und Unterstützern Teherans mit drakonischen Massnahmen gedroht. «Unser Ziel ist, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die das tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran auf sich allein gestellt ist», machte Bessent deutlich.
Die iranische Staatsführung reagierte ihrerseits mit Drohungen. Das Land blockiert nach wie vor weite Teile des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus. Die Weltwirtschaft leidet massiv unter der Abriegelung der wichtigen Meerenge.
Irans Präsident Massud Peseschkian (71) sagte laut Deutscher Welle am Wochenende in einer Rede, sein Land sei «mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert». Er räumte wirtschaftliche Schwierigkeiten ein und sprach von «erheblichen Ungleichgewichten» in der Wasser-, Strom-, Gas- und Benzinversorgung. Nun droht weiteres wirtschaftliches Unheil. Blick tickert Bessents Medienrunde am Abend live.