Künstler mit Warnsystem
Privatjet-Theorie will nukleare Apokalypse voraussagen

Ein Frühwarnsystem für die Apokalypse. Der US-Künstler Kyle McDonald überwacht weltweit Privatjets. Steigen ungewöhnlich viele gleichzeitig auf, warnt sein System per SMS oder E-Mail.
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Wenn die Atombomben fallen, dann wissen es die Superreichen als Erste.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Künstler Kyle McDonald entwickelt Frühwarnsystem für nukleare Apokalypse mit Privatjet-Daten
  • System analysiert gleichzeitige Jet-Starts und warnt per SMS und E-Mail
  • «Weltuntergangsuhr» zeigt seit Januar 89 Sekunden vor Mitternacht an
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Mattia JutzelerRedaktor News

Wenn die Atombomben fallen, dann wissen es die Superreichen als Erste. Auf Basis dieser Annahme hat der US-amerikanische Künstler und Programmierer Kyle McDonald sein Frühwarnsystem einer Apokalypse entwickelt.

Dafür verfolgt er weltweit die Privatjets bekannter Personen mit öffentlich zugänglichen Flugdaten. Sollten plötzlich viele dieser Flugzeuge auf einmal starten und ihre wohlhabenden Passagiere mutmasslich in Bunker und abgelegene Resorts bringen, könnte das ein Warnsignal für alle anderen sein.

Warnung per SMS und E-Mail

Sein Frühwarnsystem hat McDonald auf einer eigens dafür programmierten Webseite hochgeschaltet. Die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Apokalypse wird auf einer Skala von eins bis fünf eingeschätzt. Dafür wird die Anzahl gleichzeitig fliegender Privatjets mit einem Referenzwert verglichen. Bei einem plötzlichen Anstieg der Flugzeugstarts kann das Frühwarnsystem seine Follower per SMS oder E-Mail warnen.

McDonalds’ Erfindung erinnert an die symbolische «Weltuntergangsuhr». Forscher nutzen diese Uhr, um die Wahrscheinlichkeit einer globalen Katastrophe zu veranschaulichen. Im Januar wurde sie zum ersten Mal auf 89 Sekunden vor Mitternacht eingestellt. Demnach sind wir so nah am Weltuntergang wie noch nie zuvor.

Der Künstler selbst nimmt seine Entwicklung jedoch nicht allzu ernst. «Ich möchte, dass die Leute lachen», sagte er der «Washington Post». «Ich hoffe, sie sehen es und erkennen den Humor in unserer Situation, dass wir uns in einem Kampf zwischen den Superreichen und der Arbeiterklasse befinden.»

KI-Skeptiker warnen vor Apokalypse

Das Privatjet-Frühwarnsystem konzentriert sich vor allem auf einen Weltuntergang durch eine nukleare Apokalypse. Es existieren allerdings beinahe endlos viele Theorien zur Vernichtung der Menschheit.

Die Angst vor einer KI-Apokalypse ist beispielsweise aktuell auf dem Vormarsch. Eine wachsende Gruppe von Technikpessimisten ist davon überzeugt, dass künstliche Intelligenz den Untergang der Menschheit herbeiführen wird. Diese Menschen befürchten, dass sich unsere KI-Programme selbst zu einer hoch entwickelten, gottgleichen Superintelligenz weiterentwickeln werden.

Diese Programme würden sich dann von Menschen nicht mehr kontrollieren lassen. «Ich habe das Gefühl, dass der Menschheit nur noch fünf Jahre bleiben, nicht 50», meinte KI-Skeptiker Eliezer Yudkowsky im «Guardian». Danach würden wir dem maschinell herbeigeführten Ende aller Dinge gegenüberstehen.

Hühner und Kometen

Schon vor dem Aufschwung der künstlichen Intelligenz gab es verschiedenste Theorien zum Weltuntergang. Im Jahr 1806 legte eine Henne im englischen Leeds etwa Eier mit der Aufschrift «Christus kommt». Berichten zufolge besuchten viele Menschen die Henne und verzweifelten angesichts des bevorstehenden Tages des jüngsten Gerichts. Laut der «Encyclopedia Britannica» stellte sich jedoch heraus, dass der Besitzer der apokalyptischen Henne ihre Eier mit ätzender Tinte beschrieben und dem Tier danach wieder in den Leib gesteckt hatte. 

Vor über 100 Jahren löste ausserdem ein Komet eine weltweite Panik aus. Der Halleysche Komet passiert die Erde etwa alle 76 Jahre. Im Jahre 1910 waren einige Menschen jedoch plötzlich davon überzeugt, der Himmelskörper würde unseren Planeten vernichten. Entweder durch eine Kollision oder durch die angeblich enthaltenen giftigen Gase.

Eine Gruppe im US-Bundesstaat Oklahoma soll versucht haben, eine Jungfrau zu opfern, um das drohende Unheil abzuwenden. Schlussendlich durchquerte die Erde zwar einen Teil des Kometenschweifs, jedoch ohne erkennbare Folgen.

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