Ein Flug der Swiss auf dem Weg von Seoul nach Zürich hat über dem Luftraum Kasachstans einen Notruf abgesetzt, wie Flugverfolgungsdaten zeigen. Zunächst hatte «20 Minuten» über den Vorfall berichtet.
Nach dem Absetzen des Codes drehte die Maschine ab, wie Daten des Portals Flightradar24 zeigen. Der Flug wurde in die kasachische Stadt Almaty umgeleitet, wo er kurz vor zehn Uhr landete.
Wie die Swiss erklärte, war die Notlandung auf einen medizinischen Notfall beim Co-Piloten zurückzuführen. Um seine medizinische Versorgung zu gewährleisten, habe man sich für die ausserplanmässige Landung entschieden.
Drei Ärzte an Bord
«Wir bestätigen, dass heute Mittwoch der Swiss-Flug LX123 von Seoul nach Zürich ausserplanmässig in Almaty, Kasachstan, landen musste. An Bord befanden sich glücklicherweise drei Ärzte, die dem Piloten medizinische Hilfe leisten konnte. Die Crew entschied sich auch auf Empfehlung der Ärzte, den Flug nach Almaty umzuleiten, damit der Pilot rasch die notwendige medizinische Versorgung erhält.»
Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kollegen hätten in dieser Situation oberste Priorität. «Gleichzeitig wissen wir sehr gut, dass die ungeplante Landung für unsere Fluggäste erhebliche Auswirkungen auf ihre Reisepläne haben. Diese Situation und die damit verbundenen Umstände bedauern wir ausserordentlich.» An Bord befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder.
Was heisst Code 7700?
Der Squawk-Code 7700 ist ein internationaler Transpondercode in der Luftfahrt, der einen allgemeinen Luftnotfall signalisiert. Wird dieser Code vom Piloten im Transponder eingestellt, werden Fluglotsen am Boden sofort alarmiert, um dem Flugzeug Priorität und Unterstützung zu gewähren. Es kann sich dabei um verschiedene Lagen handeln. Auch ein medizinisches Problem ist denkbar.
Bereits gestern setzte ein Flugzeug von United Airlines über Frankreich einen solchen Code ab. Wie sich herausstellte, war an Bord ein kleines Feuer ausgebrochen.