Timmys Odyssee im Video
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Wochenlange Strapazen:Der ganze Krimi um Timmy im Video

Irre Wende im Wal-Krimi?
Kadaver in Dänemark soll gar nicht Timmy sein

Das Ergebnis zweier miteinander verglichener DNA-Proben wirbelt den Fall um Timmy neu auf: Der Kadaver in Dänemark und der gestrandete Wal in der Nordsee könnten zwei unterschiedliche Tiere sein. Eine Aktivistengruppe will am Mittwoch zum Fund informieren.
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Brisante Ergebnisse eines DNA-Vergleichs entfachen die Debatte um den gestrandeten Buckelwal neu.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Eine DNA-Analyse soll zeigen: Gestrandeter Wal in Dänemark war gar nicht Timmy
  • An der Zuverlässigkeit des Ergebnisses gibt es Zweifel
  • Pressekonferenz von «Save the Ocean» soll über neue Entwicklungen informieren
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Eigentlich war der Fall klar: Der an der dänischen Küste angespülte Buckelwal ist Timmy – und Timmy ist tot. Oder? Jetzt versetzt das Ergebnis einer DNA-Analyse die Timmy-Unterstützer plötzlich wieder in helle Aufregung: «Ist Timmy noch am Leben?», fragt die deutsche Zeitung «Bild», die vorab vom Ergebnis des brisanten DNA-Vergleichs berichtet.

Kurz vor der Freilassung des Buckelwals befestigte der Wal-Experte Jeff Forster einen Tracker an dessen Finne. Das dabei gewonnene Gewebe habe anschliessend als DNA-Probe gedient, schreibt «Bild». Von dem Kadaver in Dänemark habe wiederum die Gruppe «Wal-Initiative» rund um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz (79) eine Probe entnommen. Nun zeigt die Analyse der beiden Proben: Sie stimmen nicht überein. War der angespülte Wal in Dänemark also gar nicht der Wal, der als Timmy weltweit für Schlagzeilen sorgte? 

Timmy liegt jetzt mitten auf dem Strand
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Behörden warnen Besucher:Toter Timmy liegt jetzt mitten auf dem Strand

Pressekonferenz zu DNA-Proben angekündigt

Die Antwort darauf ist kompliziert. Denn: Es gibt Zweifel an der Zuverlässigkeit der beiden Proben. Für die Entnahme gibt es laut Bericht keine unabhängigen Zeugen. Auch soll der Versand an das Labor nicht überwacht worden sein. Dennoch liege die Qualität der Datenanalyse bei 99 Prozent, heisst es.

Am heutigen Mittwoch um 14 Uhr will die Tierärztin Kirsten Tönnies, die auch an der Wal-Rettung beteiligt war, in Hamburg (D) über die DNA-Ergebnisse informieren. Die Aktivisten-Gruppe «Save the Ocean» postet dazu einen Flyer auf ihren Social-Media-Kanälen. Blick wird die Medienkonferenz live tickern. 

Und zur Auffrischung deines Gedächtnisses rollen wir den Fall Timmy noch einmal chronologisch auf:

Befreit – und gleich wieder gestrandet

Nach seiner ersten Strandung vor der Insel Poel (D) am 23. März konnte sich der Wal wenige Tage später selbst befreien. Kurz darauf strandete das Tier aber erneut, diesmal an einem anderen Ort. Nachdem der Wal ein zweites Mal freigeschwommen war, sass er Anfang April endgültig vor der Insel Poel fest. Mit grossem Aufwand wurde das Tier schliesslich von Helfern per «Wasser-Taxi» im offenen Meer freigelassen. Fünf Tage später starb der Wal nach bisherigen Erkenntnissen. 

Der kühne Rettungsplan: Das Tier schwimmt durch eine Rinne in die Barge und wird von mehreren Schlepperbooten in die Nordsee gezogen.
Foto: keystone-sda.ch

Timmy ist plötzlich ein Weibchen

Zunächst gingen Behörden und Experten davon aus, dass Timmy ein männlicher Buckelwal ist. Umso grösser die Überraschung, als der angespülte Wal-Kadaver untersucht wurde: Das Tier war weiblich! Weil der tote Wal auf dem Rücken lag, war der Geschlechtsbereich gut zu erkennen.

Nach der Untersuchung des Kadavers sind sich Forscher sicher, dass Timmy ein Weibchen war.
Foto: picture alliance/dpa

Multimillionär schaltet sich ein

Mitten im Krimi um mögliche Rettungspläne tauchte plötzlich ein prominenter Unterstützer auf: Media-Markt-Mitgründer und Multimillionär Walter Gunz (79) machte sich für die Rettung von Timmy stark. Sein Vorhaben beinhaltete waghalsige Manöver, um das tonnenschwere Tier ins tiefe Wasser zu verfrachten. Trotz des finanziellen Zustupfes, den Gunz in Aussicht stellte, wurde das Vorhaben vom zuständigen Umweltminister abgelehnt.

Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz mit einem geschätzten Vermögen von 500 Millionen Euro wollte einen Rettungsversuch für Timmy finanzieren – das Vorhaben scheiterte jedoch.
Foto: imago/Stefan Schmidbauer

Das Rätsel um den verschwundenen Tracker

Der kurz vor der Freilassung angebrachte Peilsender gab kurz nach Timmys Rettung Rätsel auf: Zunächst hiess es, das Gerät liefere nur unbrauchbare Daten. Später behauptete ein Experte, Vitalparameter des Tiers zu erhalten, aber keine Position. Dann sprach er plötzlich von zahlreichen Positionsmeldungen.

Das bezweifelte der dänische Meeresbiologe Peter Madsen: Es gebe keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten eines Wals liefern kann, sagte dieser. Bei der Untersuchung des Kadavers wurde der Tracker schliesslich gefunden und ausgewertet. Dieser soll gezeigt haben, dass Timmy nach seiner Rettung 215 Kilometer zurückgelegt hatte. 

Hickhack um den GPS-Tracker an der Flosse von Timmy: Zuerst soll er nicht richtig funktioniert haben, um dann Vitaldaten des Tiers zu liefern.
Foto: Keystone


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