Timmy liegt jetzt mitten auf dem Strand
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Behörden warnen Besucher:Toter Timmy liegt jetzt mitten auf dem Strand

Aufwendig und gefährlich
So läuft die Obduktion von Timmy ab

Der tote Buckelwal Timmy wird heute Nachmittag obduziert. Wie sich zeigt, waren nicht nur die Rettungsversuche des Tieres kompliziert. Das Expertenteam nimmt einiges in Kauf, um das Rätsel um den gigantischen Meeresbewohner zu lösen.
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Am Donnerstagnachmittag soll Timmy von einem Team aus Experten obduziert werden. Der Wal liegt bereits seit letztem Wochenende am Sandstrand von der dänischen Insel Anholt.
Foto: Screenshot News5

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Auf der dänischen Insel Anholt wird Buckelwal Timmy obduziert
  • Faulgase im Kadaver könnten gefährliche Explosionen verursachen
  • Wissenschaftler entnehmen Proben, Walreste später zu Biodiesel verarbeitet
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

An einem Strand der dänischen Insel Anholt hat sich mittlerweile ein Geruch von Fäulnis ausgebreitet. Schon seit Tagen liegt der tote Buckelwal Timmy dort im Sand und schmort in der Sonne. Nach dem spektakulären Rettungsversuch und der traurigen Nachricht über seinen Tod startet jetzt das letzte Kapitel um den Wal. 

Bereits am vergangenen Wochenende hatte ein Bergungsteam Timmy aus dem flachen Wasser ganz an Land gezogen. Am Donnerstagnachmittag soll ein Team von Experten den Kadaver öffnen und sein Inneres genau unter die Lupe nehmen. Blick zeigt, was das Unterfangen so anspruchsvoll macht und was danach mit Timmys Überresten passiert. 

Wieso wird der Wal obduziert?

Gegenüber dem «Tagesspiegel» teilte Jane Hansen vom dänischen Umweltministerium mit, dass Timmy zu Forschungszwecken aufgeschnitten werde. Ziel sei es, dem Wal wertvolle wissenschaftliche Proben zu entnehmen. Auch eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums gab eine Erklärung gegenüber der Zeitung ab. Aufgrund der privaten Rettungsaktion sei eine unabhängige, forensische Obduktion nötig. 

Wie ist der aktuelle Zustand des Kadavers?

Timmys riesige Leiche ist ein Paradies für Bakterien. Diese waren schon so aktiv, dass die daraus entstandenen Gase den Wal völlig aufgebläht haben. Die Faulgase stinken nicht nur, sie könnten auch zu einer unkontrollierten Explosion von Timmy führen. Gegenüber dem «Spiegel» teilte der dänische Walforscher Peter Teglberg Madsen mit, dass das bei einer Obduktion enorm gefährlich werden kann: «Kiloschwere Fleischbrocken könnten durch die Luft fliegen und Umstehende töten.»

Wie läuft die Obduktion ab?

In voller Montur mit Spezialanzug, Schutzbrille und Atemmaske müssen die Wissenschaftler am Donnerstagnachmittag antreten. Um die Gefahr einer Explosion zu verringern, werden sie gezielt Schnitte in die 20 Zentimeter dicke Walhaut setzen. Während dadurch die Faulgase entweichen, öffnen sie den Wal zeitgleich immer weiter. Wie die «Bild» berichtet, könne trotz aller Sorgfalt schlagartig Flüssigkeit oder gar Gewebestücke aus dem Wal schiessen. Damit der Wal anschliessend untersucht werden kann, müssen die Forscher selbst in den toten Timmy hineinsteigen. Nur so lassen sich seine riesigen Organe begutachten und die Proben entnehmen. 

Kann dadurch die Todesursache festgestellt werden?

Auf einige Fragen wird es Antworten geben. Walforscher Madsen teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass man das Geschlecht des Wals abschliessend klären wird. Auch würde man sehen, wenn sich Fischernetz-Reste im Magen oder Darm befänden. Ob die Todesursache herausgefunden wird, ist aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung ungewiss. Insbesondere innere Blutungen und Wasser in der Lunge liessen sich vermutlich nicht mehr feststellen. 

Wie wird der Wal danach entsorgt?

Welches Unternehmen den Wal entsorgen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Laut der «Berliner Morgenpost» gibt es jedoch ein Standardverfahren, um Walreste zu entsorgen. Wie ein Sprecher der Daka Dänemark mitteilte, werden die Überreste in einer Fabrik in drei Bestandteile aufgetrennt. Aus dem Fett könne Biodiesel gewonnen werden. Das Wasser aus dem Wal würde gereinigt und wieder in den Fjord geleitet. Zu guter Letzt würden seine Knochen zu einer Art Mehl verarbeitet, das wiederum in der Zementfabrik endet. 

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