«Gefährliches Instrument»
Giorgia Meloni kämpft gegen gefälschte KI-Fotos

Falsche KI-Bilder von Giorgia Meloni (49) verbreiten sich in sozialen Medien. Darauf ist die italienische Premierministerin in Unterwäsche zu sehen. Sie nennt Deepfakes ein «gefährliches Instrument», das Menschen manipulieren könne.
Kommentieren
1/4
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde Opfer eines Deepfakes.
Foto: x.com / @GiorgiaMeloni

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Italiens Premierministerin Giorgia Meloni durch Deepfake-Bilder in sozialen Medien betroffen
  • Meloni warnt vor Deepfakes: «Gefährliches Instrument zur Täuschung und Manipulation»
  • Italien verabschiedete Gesetz gegen KI-Missbrauch, inklusive Gefängnisstrafen
Mattia_Jutzeler_Redaktor News_Blick_1.jpg
Mattia JutzelerRedaktor News

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) wurde Opfer eines Deepfakes. Seit einigen Tagen kursieren mit künstlicher Intelligenz generierte Fotos der Politikerin in den sozialen Medien. Auf mindestens einem dieser Fotos ist Meloni dabei in Unterwäsche und mit einem verführerischen Blick auf einem Bett zu sehen.

Die Ministerpräsidentin nimmt jetzt auf der Plattform X Stellung zu den KI-Bildern. «In diesen Tagen kursieren mehrere gefälschte Fotos von mir, die mit künstlicher Intelligenz erstellt und von einem eifrigen Gegner als echt ausgegeben werden», schreibt sie in einem Post.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

«Deepfakes sind ein gefährliches Instrument»

Trotz der scharfen Vorwürfe scheint Meloni die Situation mit Humor nehmen zu können. Bezüglich des Unterwäsche-Fotos meint sie: «Der Ersteller hat mich in diesem Fall sogar deutlich verbessert.»

Die Ministerpräsidentin macht aber auch auf die allgemeine Gefahr von solchen gefälschten KI-Fotos aufmerksam. «Deepfakes sind ein gefährliches Instrument, denn sie können jeden täuschen, manipulieren und betreffen.» Sie selbst könne sich glücklicherweise gegen solche Schmierkampagnen verteidigen. «Viele andere können das nicht.»

Meloni-Regierung kämpft gegen KI-Missbrauch

Das Foto, welches im Post von Meloni vorkommt, wurde scheinbar von einem Roberto gepostet. Sein Nachname sowie sein Profilbild sind im Beitrag der Ministerpräsidentin nicht erkenntlich. «Dass sich eine Ministerpräsidentin in diesem Zustand präsentiert, ist wahrlich beschämend», soll Roberto dazu geschrieben haben. Es ist unklar, ob tatsächlich er der Ersteller der gefälschten KI-Bilder ist.

Der Kampf gegen die Risiken durch KI und Deepfakes ist zu einem zentralen Bestandteil der Meloni-Regierung geworden. Wie der «Guardian» schreibt, verabschiedete Italien im vergangenen September ein umfassendes Gesetz zur Regelung des Einsatzes von KI, das Gefängnisstrafen für diejenigen vorsieht, die die Technologie zum Schaden anderer einsetzen. Dazu gehört auch die Erstellung von Deepfakes.

Was sagst du dazu?
Meistgelesen