Technologie gefährdet Jobs
Firmen hoffen auf KI – und wollen bei Löhnen sparen

Schweizer Unternehmen blicken trotz angespannter Weltlage wieder zuversichtlicher in die Zukunft. Für Angestellte sieht es dafür schlechter aus. Die Unternehmen wollen in der Schweiz Stellen streichen – und die Jobs mit KI ersetzen.
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Schweizer Finanzchefs erwarten niedrigere Personalkosten.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer CFOs erwarten 2026 Wirtschaftswachstum trotz Zöllen, Kriegen und hohen Ölpreisen
  • 39 Prozent der Unternehmen planen Investitionen eher im Ausland als in der Schweiz
  • 53 Prozent sehen Deutschlands Wirtschaft negativ, nur 17 Prozent sind optimistisch
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Sven SchumannRedaktor Wirtschaft

Trotz Zöllen, Krieg im Nahen Osten und steigenden Ölpreisen: Schweizer Unternehmen geben sich optimistischer als noch vor einem Jahr. Das zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte, das 126 Finanzchefs von hiesigen Firmen zu ihren Erwartungen befragt hat. Während 19 Prozent von einem Konjunkturrückgang ausgehen, blicken 38 Prozent positiv in die Zukunft. Sie erwarten, dass die Schweizer Wirtschaft dieses Jahr wächst.

Ein Hoffnungsschimmer für die Schweizer Firmen – und eine schlechte Botschaft für Angestellte: künstliche Intelligenz (KI). Momentan investieren Unternehmen viel Geld in die Zukunftstechnologie, was sich negativ auf die Bilanz auswirkt. Mittelfristig erwarten dafür fast 50 Prozent der befragten Finanzchefs sinkende Personalkosten durch den Einsatz von KI.

Die Unternehmen machen dabei kein Geheimnis daraus, dass sie in der Schweiz Stellen streichen wollen. Wenn Jobs geschaffen werden, dann im Ausland. So gaben von den befragten Finanzchefs 39 Prozent an, dass sie eher im Ausland als in der Schweiz investieren möchten – traurige Aussichten für Arbeitnehmer!

Unternehmen geben Kosten weiter

Ein weiterer Grund für den Optimismus der Firmen: «Sie können ihre steigenden Kosten heute etwas besser an ihre Kundschaft weitergeben als in früheren ähnlichen Situationen», sagt Alessandro Miolo, Partner bei Deloitte. Das könne damit zusammenhängen, dass die gestiegenen Kosten wegen der US-Zölle und die höheren Energiepreise breit bekannt sind, so der Experte. Die Folge: Die Konsumenten bezahlen die Zeche eher als zuvor.

Während die Finanzabteilungen mit niedrigeren Lohnausgaben rechnen, erwarten sie leicht steigende Ausbildungskosten. Denn die Unternehmen müssen die verbleibenden Mitarbeiter fürs KI-Zeitalter rüsten. Am stärksten werden aber die Ausgaben für Technologie und IT zunehmen, so die Erwartung der Finanzchefs.

Deutschland mit schlechten Aussichten

Im Vergleich zu den wichtigsten Handelspartnern sind die Konjunkturprognosen der Firmen für die Schweiz deutlich positiver. Einzig für Chinas Wirtschaft sind die Befragten ähnlich zuversichtlich. Vor allem für Deutschland sehen die Befragten schwarz: 53 Prozent erwarten eine negative wirtschaftliche Entwicklung. Nur 17 Prozent blicken optimistisch in die Zukunft unseres nördlichen Nachbars.

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