Der Autobauer Volkswagen steckt in der Krise: Der Gewinn ist 2025 um fast die Hälfte eingebrochen. Unter dem Strich verdiente der Konzern nur noch 6,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das ist das schwächste Ergebnis seit der Dieselkrise 2016.
Vor allem die US-Importzölle sowie massive Probleme bei Porsche machen dem Wolfsburger Autobauer zu schaffen. Die Sportwagentocher hat nur noch 90 Millionen Euro Gewinn gemacht – nach mehr als fünf Milliarden Euro im Vorjahr. Die US-Zölle schlugen über den ganzen Konzern gesehen mit 3 Milliarden Euro zu Buche.
Verkäufe brechen ein, Profitabilität sinkt
Doch nicht nur die Verkaufszahlen sind bei VW in wichtigen Märkten unbefriedigend, auch die Profitabilität sinkt. Weltweit verkaufte der Konzern knapp neun Millionen Fahrzeuge – etwas weniger als im Vorjahr. Während die Verkäufe in Europa um fünf Prozent und in Südamerika um zehn Prozent zulegten, gingen sie in Nordamerika um zwölf Prozent und in China um sechs Prozent zurück.
Die Zeichen stehen auf Sturm. VW verschärft seinen Sparkurs. Konzernchef Oliver Blume (57) kündigt einen massiven Stellenabbau an: Bis 2030 sollen alleine in Deutschland rund 50'000 Jobs wegfallen.
Damit geht der Konzern deutlich weiter als bisher geplant. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften noch einen Abbau von 35'000 Stellen vereinbart – vor allem bei der Kernmarke Volkswagen. Jetzt wird der Umbau nochmals massiv ausgeweitet.