Darum gehts
- Trump teilt gefälschtes Bild mit Gold-Adler am Weissen Haus
- Adler zeigt nur 11 statt 13 Sterne, Nazi-Vergleiche kursieren online
- CNN bestätigt: Foto mit Google AI generiert, Faktencheck enthüllt Fehler
Er sieht pompös aus – ganz so, wie es Donald Trump (80) liebt. Ein riesiger, goldener Adler hängt angeblich am Balkon vom Weissen Haus.
Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump am Montag ein Bild von dem Gold-Adler. Dazu schrieb der Präsident: «Ein goldenes Geschenk an das Weisse Haus zu seinem 250. Geburtstagsjahr!»
Peinlicher KI-Fehler
Der Adler mit ausgebreiteten Flügeln sieht majestätisch aus – ist aber frei erfunden. Laut CNN entlarvt schon das Balkongeländer den Schwindel, denn es weicht deutlich vom Original ab. Ein weiterer Patzer: Auf dem Wappenschild des Adlers prangen nur elf statt der historischen 13 Sterne für die Gründungskolonien.
Experten fanden in den Bilddaten schnell den Beweis: Das Foto wurde mit Google AI generiert. Der Fotograf Andrew Leyden machte zudem die Probe aufs Exempel. Um 21.30 Uhr, kurz nach Trumps Post, knipste er das Weisse Haus vor Ort. Vom Gold-Adler fehlte auf dem Balkon jede Spur.
Nazivergleich und Geschichtspatzer
Doch die Fehler-Show geht weiter. Im Netz sorgt das Design für Entsetzen. User ziehen Parallelen zum Nazi-Reichsadler, einem Symbol des Dritten Reichs, der ebenfalls mit ausgebreiteten Flügeln auf einem Wappen samt Hakenkreuz thronte.
Zudem hat sich Trump mit seiner Begründung blamiert. Das Weisse Haus feiert 2026 nämlich nicht seinen 250. Geburtstag. Die USA feiern dieses Jahr das 250. Jubiläum ihrer Unabhängigkeitserklärung. Der Bau der Präsidentenresidenz begann erst 1792.
Offizieller Account teilt den Fake
Besonders kurios: Das Weisse Haus teilte den Fake-Adler ungeniert auf seinem offiziellen X-Account. Auf eine Anfrage von CNN reagierte der Regierungssitz bislang nicht.
Immerhin: Echte Umbauten gab es seit Trumps Rückkehr 2025 zur Genüge. Der Präsident liess das Oval Office mit Gold verzieren, riesige Medaillen aufstellen und den Rosengarten umgestalten. Den bisher grössten Aufreger lieferte aber ein Abriss: Um Platz für ein neues Ballsaal-Projekt zu schaffen, liess Trump kurzerhand den Ostflügel plattmachen.