Darum gehts
- Roboter explodiert in Perth und verletzt Mann lebensgefährlich
- 75 Prozent seines Körpers durch Verbrennungen betroffen
- Feuerwehr benötigte zwei Stunden und vier Fahrzeuge zur Brandbekämpfung
Auf einem Anwesen nordöstlich der australischen Stadt Perth kam es am vergangenen Donnerstagabend zu einem schweren Unfall durch einen Staubsauger-Roboter. Dabei zog sich Lachie P.* (25) lebensbedrohliche Verbrennungen am ganzen Körper zu.
Wie Sky News berichtet, war der junge Mann zu Hause, als der Roboter in der Küche explodierte. Durch die Wucht der Detonation wurden mehrere Fenster aus den Rahmen gesprengt. Zudem löste der Unfall einen Brand aus. Nachdem gegen 17 Uhr ein Notruf bei der örtlichen Feuerwehr eingegangen war, benötigte diese insgesamt vier Einsatzfahrzeuge, um das Feuer bis um 19.15 Uhr zu löschen.
75 Prozent seines Körpers sind mit Verbrennungen bedeckt
Lachie P. wurde umgehend in die Verbrennungsabteilung des Fiona-Stanley-Spitals eingeliefert und befindet sich laut Sky News in einem kritischen Zustand. Weil ihm mehrere Operationen und eine monatelange Rehabilitation bevorstehen, startete seine Familie einen Spendenaufruf über Gofundme.
Laut einem Sprecher der Feuerwehr ist die Explosion auf einen Defekt am Roboter zurückzuführen. Derzeit wird das Gerät von den westaustralischen Behörden weiter untersucht. Neben einem elektrischen Problem könnte auch ein Defekt im Lithium-Ionen-Akku aufgetreten sein. Diese werden immer wieder zu einer Gefahr für ihre Nutzer.
Explodierter Akku setzt Passagier in Flammen
Bereits Ende 2025 kam es in Australien zu einem Vorfall mit einem E-Akku. In einer Business-Lounge am Flughafen Qantas in Melbourne fing ein Mann Flammen, nachdem eine Powerbank in seiner Tasche explodiert war. Während der 50-Jährige Verletzungen an Beinen und Fingern erlitt, mussten rund 150 andere Reisende vorübergehend aus der Lounge evakuiert werden.
Tesla explodiert in Tiefgarage
Ende April 2019 explodierte ein Lithium-Ionen-Akku in einem Tesla Model S. Das Auto befand sich zu diesem Zeitpunkt ohne Insassen in einer Tiefgarage in Shanghai. Die Überwachungskameras zeichneten auf, wie der Tesla aus dem Nichts in Flammen aufging. Weil es nicht der erste Vorfall mit dem Akku war, kündigte der US-Hersteller daraufhin Massnahmen zur Behebung des Problems an.
Akku aus Modellflugzeug verwüstet Haus
Im Januar 2020 musste ein Hausbesitzer aus Scherz AG vorübergehend ausziehen. Weil der Akku seines Modellflugzeugs beim Aufladen plötzlich in die Luft gegangen war, kam es im Untergeschoss des Gebäudes zu einem Brand. Auch wenn die Feuerwehr das Feuer umgehend löschen konnte, wurde das Haus durch Rauch und Russ vorübergehend unbewohnbar.
E-Trotti löst Wohnungsbrand aus
Vergangenen Monat kam es zu einem Feuerwehreinsatz an der Zähringerstrasse in der Stadt Luzern. Schuld daran war ein Akku in einem E-Scooter. Dieser löste einen Brand in einer Wohnung aus, der jedoch erfolgreich eingedämmt und gelöscht werden konnte. Ein 42-jähriger Mann musste daraufhin mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden.
* Name bekannt