Darum gehts
- Dritter Brite erkrankt nach Kreuzfahrt auf «MV Hondius» an Hantavirus
- 40 Passagiere, darunter sieben Briten, verliessen das Boot in St. Helena
- Schiff erreicht am Wochenende die Kanaren, Evakuierung ab Montag
Ein dritter britischer Staatsangehöriger soll sich mit dem Hantavirus infiziert haben, nachdem er das Kreuzfahrtschiff «MV Hondius» in St. Helena verlassen hatte. Das berichtet «The Sun».
Laut den britischen Gesundheitsbehörden befindet sich der Mann aktuell auf der zu St. Helena gehörenden Insel Tristan da Cunha. Zuvor waren bereits zwei weitere Fälle bestätigt worden.
«MV Hondius» ist auf dem Weg auf die Kanaren
Eine Person befindet sich nach wie vor in stabilem Zustand in den Niederlanden, nachdem sie am Mittwoch von dem Schiff evakuiert wurde. Ein weiterer Patient befindet sich auf der Intensivstation, nachdem er noch im April nach Südafrika geflogen worden war. Zwei weitere zurückgekehrte Briten sind bereits wieder in ihrer Heimat und befinden sich in Selbstisolation.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab am Freitag indes bekannt, dass eine Flugbegleiterin der niederländischen Fluglinie KLM, die Kontakt zu einer in Johannesburg an einer Hantavirus-Infektion verstorbenen Frau hatte, negativ auf eine mögliche Infektion getestet wurde. Die Stewardess war am Donnerstag mit Anzeichen einer potenziellen Infektion in ein Amsterdamer Spital eingeliefert worden. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte als Erstes über den Negativtest berichtet.
Unterdessen läuft die Suche nach den 40 Passagieren, die das Kreuzfahrtschiff in St. Helena vorzeitig verlassen haben, weiter auf Hochtouren. Sie kommen aus mehreren Ländern. Unter ihnen sollen laut «The Sun» insgesamt sieben Briten gewesen sein.
Die «MV Hondius» wird mit den verbliebenen Passagieren an Bord am Wochenende auf den Kanarischen Inseln anlegen. Am Montag soll eine Evakuierung beginnen.