Darum gehts
- Lufthansa streicht bis Oktober 20'000 Kurzstreckenflüge wegen hoher Kerosinpreise
- Swiss-Mutter will dadurch 40'000 Tonnen Kerosin sparen
- Seit 20. April täglich 120 Strecken gestrichen, z. B. nach Norwegen
Seit dem Kriegsausbruch im Nahen Osten spielen die Kerosinpreise verrückt. Die Kosten für das Flugbenzin haben sich seither mehr als verdoppelt. Deshalb hat der deutsche Konzern Lufthansa bereits mehrere Sparmassnahmen ergriffen: So hat die Swiss-Mutter vergangene Woche die Einstellung ihrer Regionalflug-Tochter Cityline verkündet. Und die Swiss‑Schwester Edelweiss hat per sofort ihre Langstrecken-Ziele in die US-Städte Denver und Seattle gestrichen.
Jetzt greift die Lufthansa erneut zum Sparhammer: Bis zum Oktober streicht sie 20'000 Kurzstreckenflüge, wie die Fluggesellschaft in einer Mitteilung erklärt. Grund dafür sei die angespannte Lage auf dem Energiemarkt. Mit der Massnahme sollen rund 40'000 Tonnen Kerosin eingespart werden. Von den Streichungen sind vor allem unrentable Strecken betroffen, die insbesondere von den deutschen Flughäfen Frankfurt und München ausgehen, heisst es weiter.
Um den Betrieb effizienter zu gestalten, werden nun vermehrt Flüge über die Drehkreuze Zürich, Wien, Brüssel, Rom, Frankfurt und München abgewickelt. So soll der Zugang zum weltweiten Streckennetz für Passagiere erhalten bleiben. Die Swiss-Mutter will jetzt täglich bei 120 Verbindungen den Rotstift ansetzen. Und das bis Ende Mai. Die Streichungen sind bereits seit Montag, 20. April im Gang. Gemäss Mitteilung handelt es sich vor allem um Strecken zwischen Frankfurt und den polnischen Städten Bydgoszcz und Rzeszow, sowie nach Stavanger in Norwegen. Ausserdem werden 10 Flugverbindungen im Lufthansa-Konzern neu organisiert und über andere Drehkreuze abgewickelt. Das betrifft Flüge nach Heringsdorf, Cork, Danzig, Ljubljana, Rijeka, Sibiu, Stuttgart, Trondheim, Tivat und Breslau.
Ist dein Flug von der neuen Sparmassnahme der Lufthansa betroffen? Dann melde dich bei uns per E-Mail unter redaktion@blick.ch