Alle Flugzeuge gegroundet
Swiss-Schwester stellt Flugbetrieb ein – per sofort!

Lufthansa Cityline ist Geschichte: Die deutsche Swiss-Mutter stoppt den Betrieb seiner Regionalflug-Tochter. Grund sind die zermürbenden Streiks und die Folgen des Iran-Krieges. 27 Flugzeuge bleiben am Boden. Über 2000 Angestellte verlieren ihren Job.
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Lufthansa Cityline ist Geschichte, die Airline stellt den Betrieb ein.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lufthansa stellt Betrieb der Tochter Cityline wegen Iran-Krieg und Streiks per sofort ein
  • 27 Flugzeuge bleiben am Boden, Wet-Lease-Verträge werden unverzüglich beendet
  • Konzern verhängt Einstellungsstopp, streicht Flüge und kürzt Budgets um zehn Prozent
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Folgen des Iran-Krieges und der zermürbenden Streiks von Flugbegleiterinnen und Piloten treffen Lufthansa mit voller Wucht. Jetzt zieht der Konzern die Notbremse – und stellt den Betrieb seiner Tochter Cityline ein. Und zwar per sofort! In einem internen Schreiben ist von einem «schmerzvollen Schritt» die Rede, wie die «Bild» berichtet. Als Grund für diesen drastischen Schritt nennt die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss und Edelweiss gehören, die anhaltenden Streiks sowie die «angespannte weltpolitische Lage».

Die 27 Flugzeuge der Typen Airbus A319, Bombardier CRJ900 sowie Airbus A321P2F bleiben am Boden. Die Regionaljets galten teils ohnehin als teuer und teilweise veraltet. Das Aus der Tochter-Airline hat direkte Folgen für die Lufthansa: Cityline sorgte bisher für Zubringerflüge zu den grossen Drehkreuzen Frankfurt und München – füllte der Lufthansa also die grossen Flieger. Diese Verträge hat die Lufthansa per sofort beendet. 

Personal freigestellt

Für die über 2000 Angestellten ist der Entscheid ein Schock: Piloten und das Kabinenpersonal werden freigestellt. Wie es für sie weitergeht, ist offen. Der Konzern verspricht zwar Lösungen innerhalb der Gruppe. Doch die Chancen, innerhalb des Lufthansa-Universums einen neuen Job zu finden, sind klein. Viele Airlines kürzen dieser Tage wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges ihre Flugpläne zusammen.

Das trifft etwa auf Edelweiss zu. Die Schweizer Fluggesellschaft streicht Flüge in die USA, wie sie heute Donnerstag bekannt gegeben hat. Konkret: Ab sofort fliegt die Swiss-Schwester nicht mehr nach Denver oder Seattle. Auch nach Las Vegas geht es weniger oft: Die Airline reduziert die Frequenzen im Frühsommer und Herbst. Auch im kommenden Winterflugplan gibt es Anpassungen: Die Reiseziele Maskat und Salalah im Oman fliegt die Edelweiss nicht mehr an.

Neues Sparprogramm bei Lufthansa

Die Lufthansa-Gruppe schnallt auch sonst den Gürtel enger. Der Konzern hat dieser Tage ein neues Sparprogramm beschlossen, wie aus einem internen Schreiben hervorgeht, das Blick vorliegt. Demnach hat die Lufthansa für sich und ihre Töchter einen Einstellungsstopp verhängt.

Auch Geschäftsreisen mit Hotelaufenthalt sind nicht mehr erlaubt. Zudem spart die Gruppe bei Weiterbildungen und Team-Events. Und: Für alle Projekte gibts zehn Prozent weniger Budget. Der Grund für die Massnahmen: die «steigende ökonomische Unsicherheit», wie es im Schreiben heisst.

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