Vor über 90 Jahren eröffnet
Bergbahnen Davos schnappen sich historisches Hotel direkt am See

Das Von-Sprecher-Haus am Davosersee hat einen neuen Pächter. Künftig betreiben die Bergbahnen Davos Klosters AG das kultige Haus. Es soll eine Gruppenunterkunft mit Beiz bleiben. Alte Hotels liegen im Trend. Sie werden schweizweit für hunderte von Millionen renoviert.
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Das Von-Sprecher-Haus in Davos GR wird künftig von den Bergbahnen Davos Klosters geführt.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Von-Sprecher-Haus in Davos geht an Davos Klosters Bergbahnen
  • Das historische Gebäude bleibt Gruppenunterkunft mit 70 Betten und Restaurant
  • 1967 kaufte Basel-Stadt das Haus, führte es bis 2005
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Was für eine Lage! Von den Zimmern des Von-Sprecher-Hauses aus hat man einen wunderbaren Blick über den nahen Davosersee in die verschneiten Berge. Viel schöner geht es selbst in Davos GR nicht. Jetzt hat die Liegenschaft einen neuen Betreiber, wie die «Südostschweiz» berichtet. Künftig führt die Davos Klosters Bergbahnen AG den Tourismusbetrieb am beliebten Spazierweg rund um den See.

Die Gemeinde Davos hatte das Gebäude neu ausgeschrieben, weil der bisherige Pachtvertrag Ende März ausläuft. Jetzt hat die Regierung entschieden: Die Bergbahnen übernehmen. Am Konzept soll sich wenig ändern, heisst es im Bericht. Das historische Haus mit seinen 70 Betten bleibt eine Gruppenunterkunft, ein Angebot, das in Davos stark gefragt ist. Auch das Restaurant bleibt bestehen und soll weiterhin im Sommer wie im Winter Gäste empfangen.

Lange im Besitz des Kantons Basel-Stadt

Das Gebäude ist nach Theophil Sprecher von Bernegg (1850 bis 1927) benannt, einem ehemaligen Offizier und Generalstabschef Schweizer Armee. Das Haus wurde 1934 eingeweiht, gehörte früher dem Basler Schützenbataillon 5. 1967 hat der Kanton Basel-Stadt das Gebäude gekauft. Es diente der Basler Jugend als Berghaus. Der Kanton Basel-Stadt hat das Gruppenhaus bis 2005 geführt.

Dass sich die Davos Klosters Bergbahnen um das Haus bemüht haben, erstaunt wenig. Historische Hotels und Gasthäuser liegen auch in Graubünden im Trend. So wird in S-chanf GR das historische Hotel Scaletta renoviert. Es stand 14 Jahre lang leer, drohte zu verlottern. Jetzt wird es für 14,5 Millionen Franken saniert. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert soll wiederbelebt werden. Und im Winter 2026/27 mit 36 Zimmern eröffnen.

Für 125 Millionen umgebaut

Mit der ganz grossen Kelle wird in St. Moritz angerichtet. Dort wird das Kulm Hotel, eines der geschichtsträchtigsten Häuser der Schweiz, renoviert. 1856 erbaut, gilt es als Wiege des alpinen Wintertourismus. Das historische 5-Sterne-Hotel gehört seit den 60er-Jahren der griechischen Reederfamilie Niarchos. Die investiert nun zünftig in die Zukunft des Hotels – es soll in den nächsten Jahren für 125 Millionen Franken umgebaut werden.

Der Umbau ist ambitioniert: Es gibt ein neues Entrée, eine modernisierte Lobby, mehr Platz für Events, ein neues Restaurant mit Wintergarten, Terrassen mit Seeblick, eine Tiefgarage und eine externe Einkaufspassage. Das Kulm soll künftig nicht nur Hotel bleiben, sondern zum Treffpunkt für Gäste und Passanten werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

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