Darum gehts
- Umfrage zeigt: 50 Prozent konnten 2025 ihre Reisen nicht wie geplant durchführen
- 15 Prozent haben ihre Reise verschoben oder storniert
- Obwohl Sicherheit den meisten wichtig ist, gibt es bei der Buchung wichtigere Kriterien
Es ist keine einfache Zeit für Reisehungrige: Die Airlines sprechen von einer drohenden Kerosinkrise, und es sind deutlich weniger Flugzeuge am Himmel unterwegs. Das treibt die Ticketpreise nach oben.
Wegen geopolitischer Krisen wie dem Iran-Krieg konnte in den letzten zwölf Monaten gerade mal die Hälfte ihre Reise so durchführen wie ursprünglich geplant. Das zeigt eine Umfrage des Finanzdienstleisters Swiss Bankers, der auch Reiseversicherungen anbietet. Rund 15 Prozent haben ihre Reise verschoben oder gar ganz abgeblasen, etwas mehr buchten die Ferien später als üblich.
Rund 10 Prozent der 1000 Befragten aus der Schweiz entschieden sich zudem für ein anderes Reiseziel. Am meisten meiden die Reisenden dabei den Nahen Osten: Über die Hälfte will zurzeit nicht in die Region reisen. Auch die Kriegsländer Ukraine und Russland werden von einem Viertel der Befragten bewusst gemieden.
USA sind unbeliebt
Überraschend: Ein Viertel der Reisenden verzichtet zurzeit auch auf Reisen in die USA. In der Umfrage war die Frage offen formuliert. Heisst: Bei Feriendestinationen, die sie nicht bereisen wollen, denken die Befragten gleich oft an die USA wie an Kriegsführer Russland.
Konkrete Gründe fragte die Studie nicht ab. Doch es dürfte mit dem Herrn im Weissen Haus zu tun haben. Nachdem US-Präsident Donald Trump (80) einen Strafzoll von 39 Prozent gegen die Schweiz verhängte, riefen immer mehr Stimmen zum Boykott auf. Eine Reise in die USA kommt deshalb für sie nicht infrage.
Ein Viertel bleibt in der Schweiz
Dafür werden andere Reiseziele wieder beliebter: Bei 37 Prozent der Befragten kommen Destinationen am Mittelmeer wie Italien, Spanien oder Griechenland heute eher infrage als noch vor zwei Jahren. Auch Ferien in der Schweiz werden wieder beliebter. Über ein Viertel der Personen, die ihre Reisepläne ändern mussten, blieb im eigenen Land.
Doch Umplanungen und Stornierungen sind oft mit Mehrkosten verbunden, wie das auch bei drei Vierteln der Befragten der Fall war. Die Mehrkosten bewegen sich bei über der Hälfte im dreistelligen Bereich.
Doch nicht bei allen reicht das Budget dafür. Ein Fünftel trifft es besonders happig: Sie müssen sogar auf Ratenzahlungen zurückgreifen, das betrifft vor allem die 35- bis 44-Jährigen. Knapp 14 Prozent sind da besser abgesichert – sie haben eine Reiseversicherung.
Generell steigt die Bedeutung von Reiseversicherungen in unsicheren Zeiten wieder: Drei Viertel halten eine Reiseversicherung heute für wichtiger als noch vor zwei Jahren. Trotzdem besitzt ein Fünftel auch heutzutage keinerlei Versicherungsschutz. Eigentlich gab bei der Befragung die Mehrheit an, dass ihnen die Sicherheit beim Reisen grundsätzlich wichtig ist. Doch beim Buchen zeigt sich dann ein anderes Bild: Der Preis sowie das Wetter im Ferienland sind dann doch ausschlaggebender.