Soll man trotz Donald Trump noch USA-Ferien machen?
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Ferien in den USA?«Man muss nicht immer alles politisch sehen»

Reisende boykottieren Trump-Land
Massiver Einbruch – Schweizer buchen keine USA-Ferien mehr

Ferien in den USA? Nein danke. Hiesige Reiseveranstalter verzeichnen massive Rückgange bei Buchungen ins Land von Donald Trump. Schweizer boykottieren die USA dabei aktiv – auch wegen den Einreisebestimmungen.
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Das Interesse an USA-Ferien nimmt in der Schweiz stark ab.
Foto: imago/Waldemar Boegel

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • USA-Buchungen von Schweizern massiv eingebrochen, 80 Prozent der Reiseveranstalter bestätigen Rückgang
  • Hauptgründe: Zwei Drittel boykottieren, 27 Prozent haben Sicherheitsbedenken
  • Globetrotter Group verlor 6 Millionen Franken, Buchungen 2025 um 25 Prozent gesunken
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Jahrelang galten die USA als eines der üblichen Fernziele Schweizer Reisender. Doch jetzt hat niemand mehr Lust auf Ferien im Land von Donald Trump (79), wie eine Umfrage in der neusten Ausgabe des Fachmagazins «Travel Inside» zeigt. 80 Prozent der befragten Reiseveranstalter bestätigen: USA-Buchungen sind massiv eingebrochen. Weitere 15 Prozent beobachten einen leichten Rückgang. Nur gerade 5 Prozent geben an, dass die Nachfrage unverändert sei.

Das Interesse an der Übersee-Destination hat massiv abgenommen. Gefragt nach den Hauptargumenten von Herrn und Frau Schweizer erklären die Reiseprofis, dass zwei Drittel die USA aktiv boykottieren würden. Zudem berichten 27 Prozent von Sicherheitsbedenken. Vor allem die verschärften Einreisekontrollen bereiten den Reisenden Sorgen.

Ab Mitte 2026 sollen Touristen beim elektronischen Reiseantrag Esta nämlich deutlich mehr persönliche Informationen preisgeben müssen. Diskutiert werden unter anderem die Offenlegung von Informationen zur Social-Media-Präsenz der vergangenen fünf Jahre sowie zusätzliche Kontakt- und Familiendaten. Die USA arbeiten aktuell an den genauen Regeln.

Reiseprofis mit Umsatzeinbussen

Die Umfrageergebnisse von «Travel Inside» senden ein deutliches Signal. Bereits im letzten Jahr spürten die hiesigen Reiseveranstalter die USA-Zurückhaltung. Die Globetrotter Group musste in ihrem US-Geschäft einen Einbruch von 6 Millionen Franken verdauen. Gegenüber 2024 sind die USA-Buchungen bei Globetrotter im letzten Jahr um 25 Prozent eingebrochen.

Für dieses Jahr rechnete Globetrotter allerdings mit einer Entspannung bei den US-Reisen. Die Hoffnung dürfte etwa auf dem König Fussball ruhen. Im Sommer findet die WM in Kanada, Mexiko und eben den USA statt. Die Schweizer Nati spielt zwei ihrer drei WM-Gruppenspiele in den Vereinigten Staaten – am 13. Juni in San Francisco am 18. Juni in Los Angeles. Ob sich Schweizer Reisende darum zu USA-Ferien hinreissen lassen, wird sich zeigen.

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