Ist ein Comeback möglich?
Einstiger Ferienliebling Sharm el-Sheikh hat an Glanz verloren

Einst ein Paradies für Schweizer Touristen, verlor Sharm el-Sheikh wegen Anschlägen und Unfällen an Attraktivität. Kann die Region ihre frühere Beliebtheit zurückgewinnen?
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Früher zog es Schweizer Feriengäste in Scharen nach Sharm el-Sheikh. Heute hat der Badeort deutlich an Beliebtheit verloren.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sharm el-Sheikh verlor seit 2000 als Schweizer Reiseziel stark an Beliebtheit
  • 2005 forderten Bombenanschläge 88 Tote; Sicherheitsbedenken belasten weiterhin die Region
  • Buchungen 2026 um 90 Prozent höher als im Vorjahr, laut Dertour
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Riccarda CampellRedaktorin Wirtschaft

Riesige Resort-Anlagen, weisse Sandstrände, farbenprächtige Korallenriffe und Hunderttausende Touristinnen und Touristen: Um die Jahrtausendwende galt Sharm el-Sheikh auf der Sinai-Halbinsel als das Ägypten-Reiseziel schlechthin. Auch Schweizer Gäste verbrachten ihre Ferien gerne im Touristen-Hotspot am Roten Meer.

Seither hat die Destination aber deutlich an Beliebtheit eingebüsst, wie das Portal Travelnews berichtet. Die Badeorte Hurghada und sogar Marsa Alam haben Sharm el-Sheikh inzwischen überholt.

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Terroranschläge, Flugzeugabstürze und Bootsunglücke

Schrecken Sicherheitsbedenken ab? Sharm el-Sheikh wurde wiederholt von schweren Anschlägen und Unglücken getroffen. 2005 kamen insgesamt 88 Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben. Zehn Jahre später explodierte kurz nach dem Start in Sharm el-Sheikh eine Bombe an Bord einer Chartermaschine. Alle 224 Menschen starben. Die Anschläge trafen den Tourismus ins Mark.

Das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) warnt weiterhin, dass rund um Sharm el-Sheikh ein Restrisiko für Anschläge auf touristische Ziele bleibt. Zudem kam es im Roten Meer wiederholt zu tödlichen Boots- und Tauchunfällen. Die Sicherheitsstandards schwanken stark. 

Die Folge der Anschläge in Sharm el-Sheikh: Die Buchungen brachen ein, auch die Flugkapazitäten ab der Schweiz wurden gemäss Dertour reduziert. Während der Ferienort schwächelte, investierten Hurghada und Marsa Alam in neue Hotels und gewannen im Schweizer Markt an Boden. Seither feilt Sharm am Image. Laut Dertour gilt die Region heute als stabil. Sicherheitsstandards in Flughafen, Hotels und Zonen entsprächen anderen Badeorten am Roten Meer. Grossanlässe wie die Uno-Klimakonferenz 2022 sollten zusätzlich Vertrauen schaffen.

Ist ein Comeback möglich?

Es gibt aber Anzeichen, dass sich Sharm el-Sheikh vom Abschwung erholen kann. Im Vergleich zu Hurghada und Marsa Alam bleibe Sharm el-Sheikh jedoch weiterhin auf einem tieferen Niveau, sagt Dertour Mediensprecher Stephan Kurmann auf Anfrage von Blick. Aber: «Aktuell liegen die Buchungen für Sharm el-Sheikh rund 90 Prozent über dem Niveau des gleichen Zeitraums im Vorjahr.»

Auch Tui Suisse meldet eine steigende Nachfrage. «Die politische Lage ist stabiler und die Sicherheit in Sharm el-Sheikh hat sich aufgrund der Entschärfung des Nahostkonflikts verbessert», sagt Sprecherin Sonja Ptassek. Zudem werde das touristische Angebot vor Ort laufend weiterentwickelt.

Ob Sharm el-Sheikh an frühere Spitzenzeiten anknüpft, hängt von genügend Flugkapazitäten, politischer Stabilität und einem sicheren Image ab. Erst in einigen Jahren wird sich zeigen, ob der aktuelle Aufschwung von Dauer ist.

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