Frühestens Mitte 2026
USA verschärfen Einreisebedingungen für Touristen

Voraussichtlich ab Mitte 2026 müssen Touristen beim Esta-Antrag mehr persönliche Infos angeben. Besonders umstritten ist die Offenlegung von Informationen zur Social-Media-Präsenz.
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Die verschärften Regeln für die Einreise in die USA sind noch nicht definitiv festgelegt.
Foto: Allison Dinner

Darum gehts

  • USA-Touristen müssen bald deutlich mehr persönliche Informationen preisgeben

  • Diskutiert wird die Offenlegung von Informationen zur Social-Media-Präsenz

  • Die Grenzschutzbehörde spricht von einer Antiterror-Massnahme

Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur


Verschärfte Regeln für Einreisen in die USA für Touristen aus der Schweiz und vielen anderen Ländern sollen frühestens Mitte 2026 wirksam werden. Das teilte die US-Grenzschutzbehörde CBP auf Anfrage der deutschen Nachrichtenagentur DPA mit. 

Demnach sind die Details der Regeln bislang nicht finalisiert. Am vergangenen Montag war eine Frist ausgelaufen, bis zu der Einwände zu den geplanten Änderungen eingereicht werden konnten. Diese müssen jetzt zunächst geprüft werden.

Zusätzliche Familiendaten

Geplant ist, dass Touristen bei dem elektronischen Reiseantrag Esta künftig deutlich mehr persönliche Informationen preisgeben müssen. Diskutiert werden unter anderem die Offenlegung von Informationen zur Social-Media-Präsenz der vergangenen fünf Jahre sowie zusätzliche Kontakt- und Familiendaten. 

Was damit genau gemeint ist, geht aus dem Vorschlag nicht hervor. Betroffen sind Reisende aus mehr als 40 Ländern, die im Rahmen des sogenannten Visa Waiver Programms für bis zu 90 Tage visumfrei in die USA einreisen dürfen. Dazu zählt auch die Schweiz.

Angabe von Account-Namen

Der Sender CNN hatte Ende vergangenen Monats unter Berufung auf einen Hotel- und Gastgewerbeverband aus dem US-Bundesstaat Florida berichtet, dass Beamte ihnen gesagt hätten, es gehe um die Angabe von Account-Namen. Zugang zu Social-Media-Konten oder spezifischen Posts müsste man dagegen nicht gewähren. Zudem würde die Grenzschutzbehörde auch nicht die Social-Media-Aktivitäten aller Antragssteller prüfen, hiess es.

Die geplanten Änderungen dienen der Grenzschutzbehörde zufolge dem Schutz vor terroristischen und anderen Bedrohungen. Die Prüfung der eingegangenen Stellungnahmen dauere üblicherweise bis zu zwei Monate. Alle Kommentare zu den Vorschlägen sollen ausserdem innerhalb weniger Wochen öffentlich einsehbar ein. Anschliessend sollen möglicherweise Änderungen vorgenommen werden, bevor das Vorhaben dem Haushalts- und Verwaltungsamt OMB zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Dem geht eine weitere 30-tägige Frist für neue Stellungnahmen voraus.

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