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Touristen buchen keine Ferien
Sommer-Flüge bis zu 71 Prozent billiger – trotz Kerosinkrise

Die Verunsicherung wegen des Irankriegs und seinen Folgen ist gross. Viele Reisende warten mit dem Buchen ihrer Sommerferien. Sie haben Angst, dass Kerosin knapp wird oder dass ihre Flüge gestrichen werden. Jetzt reagieren die Airlines – und senken die Preise.
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Aus Angst vor der Kerosin-Krise warten viele Reisende mit dem Buchen der Ferienflüge zu.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Europas Airlines senken massiv Preise für Sommerferien-Flüge wegen Kerosin-Krise
  • Flüge von Bergamo nach Madrid bis zu 71 Prozent günstiger
  • Schweizer Airlines garantieren genügend Kerosin für nächste sechs Wochen
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Sommerferien sind in Sichtweite – und doch wissen viele noch nicht, wo sie die schönsten Wochen des Jahres verbringen. Europaweit zögern Ferienhungrige mit der Buchung. Die Sorgen vor einer möglichen Kerosinknappheit wegen des Irankriegs und vor Flugausfällen verunsichern die Reisenden massiv. Sie warten ab, weichen auf den Zug oder das Auto aus – oder bleiben einfach zu Hause.

Das stellt Europas Airlines vor unerwartete Probleme. Sie bleiben auf ihren Sommerferien-Flügen sitzen. Und greifen jetzt zu teils massiven Rabatten – trotz Nahost-Krise und Problemen mit dem Kerosin. Laut einer Analyse der «Financial Times» sind die Ticketpreise auf zahlreichen beliebten Ferienrouten in den letzten Wochen deutlich gesunken. Besonders günstig wurden Verbindungen ans Mittelmeer.

71 Prozent günstiger als vor 2 Monaten

Auf Strecken wie Mailand–Madrid (44 Prozent) oder Rom–Barcelona (33 Prozent) etwa fielen die Preise massiv. Die «Financial Times» hat in ihrer Auswertung die Preise für Flüge im Juli an den Stichtagen 9. April und 6. Mai miteinander verglichen. Insgesamt wurden über die Hälfte der wichtigsten Mittelmeer-Flüge günstiger.

Noch eindrücklicher sind die Zahlen einer Analyse des italienischen «Corriere della Sera». Sie zeigt: Die Preise sind auf zahlreichen Europa-Strecken regelrecht eingebrochen. Auf der Strecke von Bergamo nach Madrid etwa kosten Sommerferien-Flüge heute bis zu 71 Prozent weniger als noch vor zwei Monaten. Von Rom nach Lissabon sind es immer noch 64 Prozent Rabatt. Kurz: Ferien werden unverhofft zum Schnäppchen!

Keine neuen Zuschläge

Die Airlines senken aber nicht nur die Preise. Sie versuchen auch, die Reisenden zu beruhigen – und so zum Buchen zu motivieren. Easyjet etwa versprach bereits, keine zusätzlichen Krisen- oder Kerosinzuschläge für bestehende Buchungen zu verlangen. Auch British Airways wirbt mit einem «Ferien-Versprechen»: Bereits gebuchte Reisen sollen nachträglich nicht teurer werden.

Und die Schweizer Airlines? Edelweiss-Kommerzchef Patrick Heymann (52) verspricht trotz Kerosin-Krise sorglose Sommerferien. «Die Ferien sind sicher. Wir haben genug Kerosin», sagte er im Gespräch mit Blick. Eine Taskforce der Lufthansa-Gruppe beobachte die geopolitische Krise. Doch es gebe «keine Anhaltspunkte», dass in der Schweiz der Treibstoff plötzlich ausgehen könnte.

Nächste sechs Wochen sind gesichert

Ähnlich tönt es bei der Swiss. CEO Jens Fehlinger (44) versichert in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag», dass die Buchungen gesichert seien – zumindest für die nächsten sechs Wochen. «Für diesen Zeitraum wissen wir zu 100 Prozent, wie viel Treibstoff ankommt», sagt er. Eine allfällige Kerosin-Knappheit werde sich zudem zuerst in Afrika und Asien bemerkbar machen.

«Ich habe meinen Flug für die Sommerferien auch gebucht und bin sehr entspannt», sagt der Swiss-Chef. Das könnte ein cleverer Entscheid gewesen sein. Denn Experten warnen: Die Schnäppchen könnten schnell verschwinden. Sollten sich die Spannungen im Nahen Osten weiter verschärfen oder tatsächlich Kerosin knapp werden, dürften die Preise später im Sommer wieder stark anziehen.

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