Skilift droht Stillstand
Luzerner Mini-Skigebiet braucht dringend Geld für Sanierung

Der Skilift Hübeli bei Willisau LU steht vor dem Aus. Bis Ende 2027 muss er saniert werden, sonst läuft die Bewilligung ab. Doch nach mehreren warmen Wintern mit wenig Schnee fehlt das nötige Geld für Investitionen. Jetzt läuft eine grosse Rettungsaktion an.
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Bis Ende 2027 muss der Skilift Hübeli ob Willisau LU saniert werden, sonst läuft die Bewilligung ab.
Foto: PD

Darum gehts

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  • Der Skilift Hübeli bei Willisau LU benötigt bis 2027 eine Sanierung
  • 2024 nur 8 Betriebstage, 2025 sogar nur ein einziger Skitag
  • Über 100'000 Fr. nötig, Sammlung mit Unterstützung von Marie-Theres Nadig gestartet
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Ohne kleine Skilifte in tiefen Lagen wäre die Skination Schweiz nicht das, was sie ist. Tausende Kinder finden Jahr für Jahr in den familiären Mini-Skigebieten des Landes zum Wintersport. Und füllen den grossen Skiorten später die Kassen. Doch gerade die kleinen Lifte haben zu beissen. Sie leiden unter den milden Wintern mit wenig Schnee – und stehen vor grossen Herausforderungen, wenn die Anlagen erneuert werden müssen.

Neustes Beispiel ist der Skilift Hübeli ob Willisau LU. Er braucht dringend eine Sanierung, wie die «Luzerner Zeitung» zuerst berichtet hat. Er muss erneuert werden, sonst ist Ende 2027 Schluss. Dann läuft die Bewilligung aus. Auch das Skiliftbeizli muss renoviert werden. Der einzige Lift im Napfgebiet führt von 720 auf 840 Meter über Meer, hat eine blaue Piste von 800 Metern Länge. Das Saisonabo gibts für 100 Franken. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 25 Franken, Kinder 15 Franken.

2025 nur ein Tag in Betrieb

Viel Geld zur Seite legen kann man bei solchen Preisen nicht. Zumal der Lift im Winter 2024 nur an acht Tagen lief. Vergangenen Winter gabs gar nur einen Skitag. Deshalb fehlt der Genossenschaft das Geld für die dringend nötige Sanierung. Jetzt wurde eine Sammlung lanciert – mit Unterstützung von Skilegende Marie-Theres Nadig (72). Sie hat sich am Lift auf die Olympischen Spiele im japanischen Sapporo 1972 vorbereitet. Damals stand er noch in den Flumserbergen SG.

Deutlich über 100'000 Franken sind nötig, um den Weiterbetrieb zu sichern. Der Lift, der seit 1980 am Napf läuft, braucht einen neuen Antrieb und eine neue Steuerung. Aus Sicherheitsgründen müssen zudem die Kupplung und Teile der elektrischen Anlage erneuert werden. Eine Anfrage von Blick beim Skilift Hübeli ist noch offen.

Neuer Lift für 2,5 Millionen

Dass solche Sammlungen erfolgreich sein können, zeigt ein Blick nach Unterägeri ZG. Dort wird auf dem Nollen, nur 765 Metern über Meer, ein neuer Skilift gebaut. Ursprünglich hätte der neue Kinderlift 225'000 Franken kosten sollen. Dank besser ausgehandelter Konditionen, Unterstützung von Gönnern, Materialspenden und viel freiwilliger Arbeit konnten die Betreiber die Kosten auf 167'000 Franken drücken. Der neue Lift kann bis zu 720 Personen pro Stunde befördern.

Auch im Appenzellerland glaubt man an die Zukunft von tief gelegenen Skigebieten: Die Verantwortlichen der Luftseilbahn Wasserauen-Ebenalp nehmen für den Skilift Horn richtig viel Geld in die Hand. Neben dem Bügellift auf 800 Metern über Meer wollen sie das Gebäude der Talstation und die Kommandozentrale bei der Bergstation erneuern lassen. Hinzu kommen eine Wasserkühlanlage und neue Schneekanonen. Das Preisschild für alles: 2,5 Millionen Franken. 

Lohnt sich das überhaupt? «Wir sind überzeugt, dass der neue Lift bei den Gästen gut ankommen und sich wirtschaftlich auch lohnen wird», sagte Jan Fässler, Leiter Marketing und Kommunikation des Appenzeller Familienskigebiets, im letzten Jahr gegenüber Blick. Von einer solchen Grossinvestition kann man im Napfgebiet nur träumen.

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