Schweizer Branche leidet
Japanischer Pharmakonzern streicht 280 Stellen in Zürich

Das japanische Unternehmen Takeda plant einen Stellenabbau bei seiner Europazentrale in Opfikon ZH. 280 Jobs sollen wegfallen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Schweizer Pharmaindustrie unter Druck ist.
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Der Medikamentenhersteller Takeda streicht am Standort in Opfikon ZH 280 Jobs.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Takeda streicht in Opfikon ZH 280 Stellen, jeder vierte Job betroffen
  • Massnahme Teil eines globalen Sparprogramms mit Einsparungen von 1 Milliarde Franken
  • In der Europazentrale von Takeda arbeiten aktuell 1150 Mitarbeitende
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Die Schweizer Pharmaindustrie erleidet einen weiteren Dämpfer: Der japanische Medikamentenhersteller Takeda setzt bei seinem Schweiz-Standort in Opfikon ZH den Rotstift an, wie die «NZZ» berichtet. Konkret: Das Unternehmen streicht 280 Stellen – jeder vierte Job fällt weg. Aktuell arbeiten in der Europazentrale von Takeda 1150 Angestellte.

Seit Dienstag läuft laut dem Bericht das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren. Heisst: Es ist möglich, dass Takeda letztlich weniger Arbeitsplätze in der Schweiz abbaut. Die Massnahme ist Teil eines weltweiten Sparprogramms, das dem Konzern Einsparungen von rund 1 Milliarde Franken bringen soll. Insgesamt will der Pharmariese 4500 Stellen streichen. Bereits vor zwei Jahren kam es beim hiesigen Takeda-Standort zu einem Abbau. Damals fielen 120 Jobs weg.

Hunderte Jobs in der Schweiz fallen weg

Die Schweizer Pharmabranche ist zurzeit gefordert – vor allem wegen Donald Trump (79). Der US-Präsident will die Medikamentenhersteller zu tieferen Preisen zwingen. Und fordert mehr Investitionen in den USA. Die beiden Basler Pharmariesen Roche und Novartis kündigten deshalb bereits letztes Jahr hohe Milliarden-Investitionen in amerikanische Fabriken und Forschungszentren an.

Deshalb sind hiesige Standorte unter Druck. So hat der Basler Pharmazulieferer Corden Pharma kürzlich das 500-Millionen-Franken-Neubauprojekt einer Fabrik in Muttenz BL still und leise begraben. Und baut jetzt in den USA. 300 neue Jobs sind futsch. Mitte Februar kündigte der australische Pharmariese CSL Behring den Abbau von 180 Arbeitsplätzen am Standort in Bern an. Und Novartis gab Anfang Mai bekannt, die deutsche Tabletten-Fabrik in Wehr 2028 zu schliessen. Dort fallen 280 Stellen weg.

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